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Presseresonanz - Der Girls' Day 2006 in OWL war erfolgreichEinige Beispiele: |
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NW, 28.04.2006 (Löhne) Mädchen in der Männerwelt
Tischlern, löten, messen: Große Beteiligung am Girls Day VON DIRK WINDMÖLLER Löhne. "Natürlich habe ich was probiert. Das schmeckt sehr lecker." Verena Hachmeister steht in einem Produktionsraum der Schokoladenfabrik Meybona und hält eine Tafel Nussschokolade in der Hand. Vor ihr laufen die Leckerschmecker zu Dutzenden übers Band. Und Verena hat am gestrigen Girls Day auch Geschmack an der Arbeit mit Schokolade gefunden. Wie sie haben Tausende Mädchen und auch zunehmend Jungen in ganz NRW in für Frauen oder Männer eigentlich untypische Berufe hineingeschnuppert. In Löhne waren ganze Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen in der Produktion. Verena Hachmeister ist begeistert vom Girls Day. Bei Meybona könnte sie den Beruf der "Fachkraft für Süßwarentechnik" lernen. "Für dieses Jahr suchen wir noch eine Auszubildende", sagt Geschäftsführer Axel Deppendorf. Für Verena kommt das noch nicht in Frage. "Ich bin erst in der neunten Klasse der Hauptschule Löhne-West." Aber sie könnte sich im nächsten Jahr vorstellen, sich bei der Schokoladenfabrik zu bewerben. Der Eindruck, den sie von Meybona gewonnen hat, überzeugt sie. "Wir haben ihr den Betrieb intensiv vorgestellt", sagt Deppendorf, der sich mit seinem Unternehmen zum ersten Mal am Girls Day beteiligt. "An einem Tag hat man die Gelegenheit, den Arbeitsablauf zu verinnerlichen und kann sich einen ersten Eindruck verschaffen." Außerdem könne man potenzielle Azubis einordnen. "Wir erwarten Ihre Bewerbung" macht er Verena Hachmeister Mut. Mit Lebensmitteln wird auch bei den Hahne Mühlenwerken gearbeitet. Dort erleben Vanessa Timm und Vanessa Hillbrandt von der Realschule an der Goethestraße die Arbeit im Labor. "Wir haben eben die Rohware probiert", sagt Vanessa Timm. Unter anderem haben sie gemeinsam mit Laborantin Iris Wiebert den Geschmack von Rosinen getestet. "Das ist keine Spielerei. Das mache ich täglich als Teil der Qualitätskontrolle", sagt Wiebert. Den Schülerinnen gefällt der Tag bei Hahne. Sie haben eine Menge über die Herstellung von Müsli und Cornflakes gelernt. Und für sich entschieden: "Das wäre für uns kein Beruf", sagt Vanessa Timm, die ebenso wie ihre Freundin wahrscheinlich Erzieherin oder Kinderpflegerin werden möchte. Janina Bostel von der Hauptschule Löhne-West, die eigentlich auch "was mit Kindern machen möchte", steht an der Schleifmaschine der Tischlerei Hartmann an der Oeynhausener Straße. "Wir haben den Teil eines Rahmens gebaut. Jetzt muss er abgeschliffen werden", erzählt Janina. "Ich haben gezeigt, wie man mit Schlitzen und Zapfen eine Eckverbindung herstellt", erklärt Tischler Sascha Nagel. Janina und ihre Mitschülerinnen Sarah Korfmacher und Diana Struck können mit Säge und Hobel nicht viel anfangen. Interessant finden sie den Einblick in den Beruf des Tischlers trotzdem. Die elfjährige Melissa Wiegelmann von der Gesamtschule kann da mit Werkzeugen schon mehr tun. "Bei uns im Hobby-Keller hat Melissa sämtliche Zangen im Einsatz", sagt Michael Wiegelmann. Sie arbeitet mit ihren Vater in der Werkstatt der Hermes-Gruppe in der Dieselstraße. Dort reparieren Techniker Unterhaltungselektronik, die im Otto-Katalog bestellt wird. Melissa hat zu Übungszwecken einen Würfel aus Kupferdraht zusammengelötet. Ihr Lehrer Reinhard Vetters betrachtet das Werk anerkennend. Er hält den Girls Day für gut: "Je früher man die Kids an einen Beruf heranführt, desto besser ist es." Und nicht nur die Mädchen werden mit Männerberufen vertraut gemacht. Im Friseursalon Schwarz wickelt Marcel Gennrich Dauerwellen. "Die Frau hat nicht geschrien", sagt sein Chef Stefan Schwarz anerkennend. Kann sie auch nicht. "Die Frau" ist nur ein Kunststoffkopf mit Haaren. Dem Hauptschüler Marcel macht die Arbeit Spaß. "Das könnte ich mir als Beruf vorstellen." |
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NW, 28.04.2006 (Enger-Spenge) "Einfach cool und spannend"
Junge Frauen sammeln Erfahrungen in typisch männlichen Berufen VON KLAUS FRENSING Enger/Spenge. Nicole Heiduk streift sich die Plastik-Handschuhe über, greift zur Schöpfkelle und marschiert mit Maik Osha zum Nachklärbecken. Die 13-jährige Schülerin der Rolf-Dircksen-Schule nimmt eine Probe aus dem Vorfluter der Kläranlage. Im Engeraner Rathaus schraubt Natali Knis unter den wachsamen Augen von EDV-Koordinator Holger Pichotta einen Rechner auseinander. Und im Spenger Freibad erhalten Melanie Mirche und Sonja Brandenburger einen umfassenden Einblick in den Beruf des "Fachangestellten für Bäderbetriebe". Den Mädchen ist eines gemeinsam: Sie nehmen am Girls Day teil, dem Mädchen-Zukunftstag. Ziel ist, dass Mädchen die Arbeitswelt unmittelbar erleben sowie gezielt und praxisnah eine Vielzahl von Berufen kennenlernen, die immer noch als "typisch männlich" gelten. So sollen Vorbehalte gegenüber technischen oder techniknahen Berufen abgebaut werden. Das Engeraner Klärwerk ist nach wie vor eine reine Männerdomäne, obwohl es schon eine ganze Reihe von weiblichen Fachkräfte für Abwassertechnik gibt. Nicole hat die Arbeit im Labor und in der Werkstatt, wo sie zusammen mit Maik Osha einen Schieber auseinander genommen hat, ebenso kennen gelernt wie eine Schachtsanierung und sie war auch bei der Begehung eines Regenrückhaltebeckens dabei. "Eine interessante Arbeit", sagt die Siebtklässlerin und könnte sich durchaus vorstellen, ein Schulpraktikum in der Kläranlage zu absolvieren. Ebenso wie ihre Kolleginnen ist sie über das Internet auf die Stelle aufmerksam geworden. "Wir als Stadt Enger haben den Girls Day immer stark gefördert", sagen die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Harder-Möller und der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters im Rathaus Wilhelm Freese. Insgesamt hat die Stadt vier Schnupperstellen in diesem Jahr angeboten. Die Nachbarstadt Spenge bot interessierten Mädchen insgesamt drei Möglichkeiten, einmal für einen Tag in die Männerwelt zu schnuppern: Eine im Klärwerk und zwei im Werburger Waldbad. Hier nahm sich "Freibad-Manager" Rainer Baumeier die Zeit, seine jungen Gästen in die umfangreichen Tätigkeiten eines Schwimmmeisters einzuführen, der gleichzeitig als Handwerker, Techniker und Laborant die Anlage in Schuss hält sowie als Marketing-Mensch und Animateur möglichst viele Gäste anlockt. "Einfach cool und sehr spannend", finden die Siebenklässlerinnen der Rolf-Dircksen-Schule. Melanie Mirche kann es sich auch vorstellen, einmal selbst diesen Beruf zu erlernen. |
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NW, 28.4.2006 (Bad Oeynhausen) Schüler schnuppern Arbeitsluft
Zweiter Girls Day: Erstmals auch für Jungen / Mehr Mädchen und mehr Firmen VON NICOLE BLIESENER Bad Oeynhausen. Alicia brauchte erst einmal einen kräftigen Schluck aus der Cola-Flasche. So viele Eindrücke machen durstig. "Das ist echt spannend", befand die Zehnjährige. Sie war die Jüngste unter den 25 Mädchen, die sich am gestrigen Girls Day bei der Firma Battenfeld Extrusionstechnik informierten. "Vor allem unseren Jüngsten zeigen echtes Interesse. Die Mädchen fragen und probieren aus", ist Britta Butenuth aus der Marketing-Abteilung der Firma Battenfeld überzeugt davon, dass auch schon Elf- und Zwölfjährige von einem Schnuppertag profitieren. Und so setzt das Unternehmen darauf, dass sich in Zukunft mehr Mädchen um einen Ausbildungsplatz beispielsweise als Verfahrenstechniker bewerben. Insgesamt hatten sich der Gleichstellungsbeauftragten Karla Rahlmeyer 59 Mädchen und erstmals auch Jungen angemeldet. "30 Plätze konnten wir den Jungen in typischen Frauenberufen in der Alters-, Krankenpflege, Hauswirtschaft, Diätküche und in Kindergärten vermitteln", sagt Karla Rahlmeyer. Hintergrund der männlichen Beteiligung am Girls Day ist die bundesweite Kampagne "Neue Wege für Jungen". Bei der Erstauflage des Bad Oeynhausener Girls Days im vergangenen Jahr, wandten sich die Interessentinnen ausschließlich an die Stadt, um einen Schnupperplatz zu bekommen. "In diesem Jahr haben sich viele Mädchen ohne städtische Begleitung auf die Suche gemacht", weiß Karla Rahlmeyer. Mit Erfolg. Denn nicht nur die Zahl der Schnuppernden hat sich erhöht, auch die Zahl der teilnehmenden Unternehmen. Erstmals mitgemacht hat auch Ford Meyer. Gleich fünf Mädchen und ein Junge schauten sich in der Service-Werkstatt an, mit welchen Aufgaben ein Kraftfahrzeug-Mechaniker täglich konfrontiert wird. Drei Jungen lernten auch die Arbeit im Maternus Alten- und Pflegeheim kennen. Mit Kittel und Kopfbedeckung bewaffnet halfen die drei mit bei der Zubereitung des Mittagessens für die Bewohner, aber vor allem bei der Bewältigung des Abwasches nach dem Essen. Den drei Jungen hats Spaß gemacht und die Mütter dürfte es freuen. |
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NW, 28.04.2006 (Paderborn) Mädchen in der Männerwelt
GirlsDay: Im Paderborner Werk der Bahn zogen 20 Schülerinnen den Blaumann an VON WOLFGANG STÜKEN Kreis Paderborn. Eigentlich hätten die 20 Blaumänner mit dem roten "DB"-Logo, die frisch gewaschen auf ihren Einsatz warteten, für diesen Tag in Blaufrauen umbenannt werden müssen. Denn gestern schlüpften nicht Männer in die blaue Arbeitskluft, sondern junge Damen. Das Werk Paderborn der Deutschen Bahn AG zählte zu den Firmen und öffentlichen Einrichtungen im Kreisgebiet, in denen am GirlsDay junge Frauen in die Welt typischer Männerberufe hinein schnuppern konnten. "Ist schon interessant hier", meinte Vanessa Tremborius. Die 14-jährige Realschülerin aus Salzkotten trug nicht nur den ,,DB"-Blaumann, sondern obendrein dicke Lederhandschuhe. Mit der linken Hand hielt sie einen Augenschutz vor das Gesicht , die rechte Hand lenkte vorsichtig den Elektrodenhalter des Elekroschweißgerätes über eine Eisenplatte. Assistiert von Manuel Rustemeier, angehender Industriemechaniker im dritten Ausbildungsjahr, versuchte Vanessa mit der Elektrode, deren Spitze sich in gleißendem Licht verflüssigte, ihren Namen auf die Eisenplatte zu schreiben. 20 junge Damen aus zehn Schulen in Stadt und Kreis sowie aus Warburg hatten für diesem Mädchen-Zukunftstag die DB-Fahrzeuginstandhaltung als Wunschbetrieb gewählt. An Drehbänken, Bohrmaschinen und Schweißgeräten erlebten sie einen Tag lang Männerjobs hautnah. Stellvertretender Werkleiter Joachim Tewes und Meinolf Pöppe, Personalreferent und Ausbildungskoordinator, öffneten ihnen die Türen zu den Werkbänken. Frauen sind dort zwar selten anzutreffen, aber an der Hermann-Kirchhoff-Straße nichts völlig Neues. Pöppe: "Wir haben hier schon erfolgreich mehrere Industriemechanikerinnen ausgebildet. Derzeit allerdings gibt es weibliche Auszubildende nur in der Werkverwaltung. Nicole Elbers, Industriekauffrau im zweiten Lehrjahr, gehört dazu. Das Werk bildet 37 junge Menschen aus. Als die jungen Damen nach mehrstündigem Blick hinter die Kulissen des DB-Werkes ihren Blaumann wieder ablegten, hatte jede von ihnen ein Erinnerungsstück gefertigt: Eine aus 19 Metallteilen zusammengesetzte kleine Lokomotive. |
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NW, 28.04.2006 (Warburg) Mädchen in der Männerwelt
Schülerinnen der 6. bis 8. Klassen schauen beim Girls Day hinter die Kulissen VON DAVID SCHELLENBERG UND DIETER SCHOLZ Warburg. "Wir wollen, dass auch mal Mädchen hier hoch kommen; denn es gibt in ganz Deutschland nur eine Filmvorführerin und eine Filmeinlegerin", sagt Torsten Unger, der die Projektoren im Warburger Cineplex bedient. Beim nationalen Girls Day hatten Schülerinnen gestern Gelegenheit, in Betriebe zu gehen und hinter die Kulissen technischer und naturwissenschaftlicher Berufe zu blicken. Obwohl das Kinoprogramm erst um 17 Uhr beginnt, haben Sophie Peters und Anke Schnitzmeier aus der 8c der Warburger Hauptschule schon am frühen Morgen jede Menge zu tun. Denn es ist Donnerstag, die neuen Streifen laufen an. Für beiden Achtklässlerinnen heißt das, Filme mit Schere und Tesaband zusammen zu schneiden, weil die Bänder in einzelnen Akten auf kleinen Rollen ins Kino kommen. "Ich bin noch nie hier oben gewesen, und als ich hier rein kam, dachte ich: Oh, die Technik ist doch ein bisschen groß", gesteht die 15-jährige Sophie. Hier oben, das ist der riesige, halbdunkle Raum über den Kinosälen, in denen die 11 Filmprojektoren sowie unzählige kleine und große Filmrollen an der Wand stehen oder auf den Lauftischen neben den Maschinen liegen. Gerade sind Sophie und Anke am Schneidetisch und verbinden den zweiten und dritten Akt des Filmes "Urmel aus dem Eis" für eine Sondervorführung am Sonntagvormittag beschäftigt. "Die Schwierigkeit ist, wo genau geschnitten wird: Am Bildstreifen - und nicht am Filmstreifen entlang", erklärt Anke fast professionell, hält ein kurzes Filmstück gegen das Licht und zeigt auf den schwarzen Raum zwischen zwei Bildern. "Nur mit dem Umroller am Schneidetisch hatte ich etwas Angst", gibt sie zu. "Denn der lässt sich stufenlos schneller stellen, und vielleicht fällt dann die Rolle runter." Worüber die 14-Jährige staunt: ein durchschnittlich langer Film wiegt rund 30 Kilo. Eine Rolle allein zu den Vorführgeräten zu tragen, ist für sie noch unmöglich. An den Filmprojektoren selbst haben sie bereits am Morgen das Einlegen der Bänder in den Projektorkopf geübt. Acht oder zehn Mal hat Vorführer Unger die beiden Mädchen das Fädeln der Filme durch die Führrollen wiederholen lassen. "Ich hab das schon nach dem fünften Mal hinbekommen", sagt Anke stolz. Würde sie es falsch machen und der Steifen schleift übereinander, kommt es zu den Kratzern auf dem Film, die jeder Besucher während der Vorstellung sehen kann. Anke hat den kleinen Vorteil, dass ihr Vater und Großvater bereits hinter den großen Filmprojektoren standen und sie einen davon zu Hause haben. So sind die beiden Mädchen überhaupt erst auf die Idee gekommen, ihren Girls Day hinter den Wänden der Kinosäle zu verbringen. Filmvorführer Torsten Unger, der mit dem Kino zum ersten Mal beim Girls Day teilnimmt, ist am Mittag doch ein wenig stolz auf die Mädchen und kann sich vorstellen, dass sie später einmal in diesem Job arbeiten. "Die kriegen das sehr gut hin. Die Jungen, die hier anfangen und aushilfsweise arbeiten, haben die gleichen Probleme", beruhigt er. Drei bis vier Wochen brauchen sie, bis sie die Technik verstanden haben. Während es im Kino kuschelig warm ist, kriecht die Kälte langsam unter die Jacken von Vanessa, Corinna, Clarissa, Julia, Saskia und Clarissa. Vermessungsingenieur Frank Dorn zeigt den sechs Schülerinnen der Warburger Realschule die Instrumente, die seine tägliche Arbeit beim Amt für Agrarordnung bestimmen. Vanessa schaut durch das Okular des Tachimeters und fixiert auf dem Pakplatz neben dem Amtsgebäude den Fluchtstab in der Hand Theresas an. "Die Mädchen sind sehr an der Technik interessiert", sagt Dorn, "sie fragen nach." Mathematik und Physik sollten schon zu den Neigungsfächern gehören, meint der 34-Jährige aus Lemgo. "Am meisten Spaß macht es aber, dass man in diesem Job draußen ist", merkt Clarissa an. Von Anfang an beteiligt sich das Agraramt am Girls Day, der in diesem Jahr schon zum 6. Mal begangen wird. Ziel ist es, Schülerinnen bei der Berufswahl zu unterstützen und die vielfältigen Möglichkeiten der Arbeitswelt und berufliche Karrieren in der Praxis vorzustellen. Der Tag bietet aber auch die Chance, dem Vorurteil vorzubeugen, dass Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe weniger geeignet seien. |
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NW, 28.04.2006 (Höxter) Gleiche Rechte, selbe Pflichten
Völlig neue Einblicke beim Girls Day / Auch Jungen in Frauenberufen tätig VON KAROLINE DÜWEL Höxter. Fast ein wenig eingeschüchtert sitzen 18 junge Damen im Mannschaftsheim der General-Weber-Kaserne. Gerade haben sie die ersten Einblicke in den Berufsalltag beim Militär hinter sich und erwarten gespannt, was ihnen der Rest des "Girls Day" noch bringen mag. Zehn Schulen und gut 50 Betriebe nahmen im Kreis Höxter an dem Mädchentag teil. So auch der Militärstandort. Bis sich die Mädchen in der ungewohnten Umgebung der General-Weber-Kaserne zurecht fanden, verging einige Zeit. Personalfeldwebel Volker Claes führte sie durch einen lehrreichen Tag. Der Girls Day begann hier mit Informationen von Wehrdienstberater Jürgen Reinert. Nach einer Vorstellung des ABC-Abwehrbataillons konnten sich die Mädchen Geräte wie die Wasseraufbereitungsanlage zeigen lassen. Als echte Alternative für die Berufswahl sehen nur wenige von ihnen die Bundeswehr an. Vielmehr wollten sie "einfach mal reinschnuppern", wie es in einem typischen Männerberuf so aussieht. Am Standort Höxter arbeiten bereits 40 Soldatinnen. "Wir waren froh, als wir wieder draußen waren", sind sich Helena Bertels, Sarah Mönikes und Olivia Amos über ihren "Girls Day" einig. Damit meinen sie jedoch nicht die Polizeidienststelle, bei der sie ihren "Schnuppertag" verbrachten, sondern die Zellen, die Bestandteil der Besichtigungstour waren. Die drei Höxteraner Realschülerinnen der achten Klasse waren begeistert vom Polizeialltag, wie ihn Polizeioberkommissar Jörg Drebes ihnen zeigte. Über Schießen und Streife fahren bis hin zur allgemeinen Verkehrskontrolle bestärkte der Tag ihren Wunsch, nach dem Schulabschluss "Freundin und Helferin" zu werden. Polizeisprecher Peter Schneider musste die Euphorie aber bremsen: "Mit Realschulabschluss ist bei der Polizei keine Karriere zu machen." Olivia Amos sah die Dinge mal aus Sicht der Ordnungshüter: bei der Schulwegkontrolle an einer Bushaltestelle wurde ihr klar, warum dort alles ordentlich zugehen soll. Sarah Walter konnte beim Girls Day richtig aktiv werden. An der Seite von Dirk Bendfeld und Susanne Stork zog sie einen Tag im Auftrag von Radio Hochstift durch den Kreis Höxter, durfte dabei selbstständig Interviews mit Dichtern und Polizisten führen. Es gab auch Angebote für Jungen, um "typische" Aufgaben des anderen Geschlechts kennen zu lernen. Ein Junge wagte sich sogar zum Schnuppertag bei der Hebamme Sabine Winkelhahn. |
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Böhmer legt 7. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor mehr
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