|
Nachrichtenarchiv April 2006 Zurück zu Aktuelles | Zurück zum Archiv |
|
30.04.2006 Citoyen, Allochtoon oder Gastarbeiter? Migrationspolitiken in Europa, Debatte am 2. Mai
 | | Unter dem Motto "Citoyen, Allochtoon oder Gastarbeiter? Migrationspolitiken in Europa" diskutieren Bernard Dréano, Präsident des CEDETIM in Paris, Herman Meijer, Vorsitzender der niederländischen Grünen, und Josef Winkler, Sprecher für Migrationspolitik der grünen Bundestagsfraktion. |
Moderiert wird die Veranstaltung von Marlis Bredehorst, Beigeordnete der Stadt Köln. "PolitikerInnen und Fachleute aus den Niederlanden, Deutschland und Frankreich diskutieren Konzepte zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Über 7 Millionen Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen leben mit den Deutschen zusammen. Das ist Fakt. Doch über die Frage, wie gelungen dieses Zusammenleben ist, wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Die Ereignisse in der Rütli-Hauptschule in Berlin haben diese Frage erneut in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Auch in unseren Nachbarländern wird über diese Frage diskutiert: In Frankreich haben die Revolten in den Vorstädten im Dezember letzten Jahres deutlich gemacht, dass Staatsbürgerschaft allein keine gelungene Integration garantiert. In den Niederlanden, die lange Zeit als Beispiel für eine erfolgreiche Integration galten, hat sich das gesellschaftliche Klima seit der Ermordung von Pim Fortuyn im Mai 2002 erheblich verschärft. Gemeinsam mit VertreterInnn aller drei Länder werfen die Kölner Grünen am 2. Mai 2006 ab 19:30 Uhr in der Katholischen HochschulGemeinde Köln einen Blick über den deutschen Tellerrand: - Wie ist die Situation der MigrantInnen in Frankreich und den Niederlanden?
- Welche Politiken werden zu ihrer Integration verfolgt?
- Und welche konkreten Schlussfolgerungen lassen sich daraus für Deutschland ziehen?"
Kontakt: Diana Siebert, 0178 / 322 70 05 Veranstalterin ist die LAG Europa, Frieden und Außenpolitik. Veranstaltungsort: Katholische Hochschulgemeinde Köln, Berrenrather Straße 123, Köln Weiterlesen: - Hinweis auf folgenden Text vom Februar 2005: "Die Zukunft der Städte ist multiethnisch und interkulturell. Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums zu Migration, Integration und Jugendhilfe" (Klick)
- "Neue Bildungsorte für Kinder und Jugendliche" vom Bundesjugendkuratorium (BJK) (32 Seiten, PDF, KB)
|
|
29.04.2006 "migrARTE" Jahresprogramm 2006 des Vereins frauenkunstforum-owl Die gewachsene Mobilität durch Flucht- und Wanderungsbewegungen, aber auch durch Reisen sowie der Austausch über unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen sind der diesjährige thematische Schwerpunkt des Vereins.  | | Mit der Wortneuschöpfung "migrARTE" wird nun eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe geboten, die von verschiedenen Gruppe des fkf-owl und in Kooperationen mit anderen entwickelt wurde. (Foto: ein Arbeitskreis des fkf-owl) |
Es geht dabei um die Ausgrenzung des Fremden und die Frage nach Heimat und Identität. Die Künstlerinnen, die sich selbst häufig als Grenzgängerinnen wahrnehmen, möchten zur Veränderung konventioneller Wahrnehmungen beitragen.  | | Unter dem Titel "migrARTE - Nahes und Fernes" findet am 29. April von 18 Uhr bis 2 Uhr während der "Nachtansichten", der Bielefelder Langen Nacht der Museen der Auftakt statt. Es spielen: Anke Züllich-Lisken und Gerd Lisken (Piano, Sopran, Violine und Monochord). Es lesen: Barbara Davis | Nilgün Demirkaja | Dr. Norma Escobedo de Driever | Bibi Hallas | Rosa Marusenko | Gabi Suska | Sabiha Tanis-Coskun | Ilona Walger | Ort des Auftakts: www.capella-hospitalis.de |
In dem beeindruckend atmosphärischen Raum der Kapelle vor dem Haupteingang der Städtischen Kliniken Bielefeld-Mitte, Teutoburgerstr. 50. Seit 1899 ist die kleine Kapelle Teil der städtischen Krankenanstalten, sie wurde in den vergangenen Jahren dank der Inititative engagierter BürgerInnen grundlegend saniert. Der Licht durchflutete Innenraum ist in einem orange-gelben Farbton von der Bielefelder Künstlerin Elisabeth Masé gestaltet worden. Es entstehen insbesondere bei Einbruch der Dämmerung sich farbig verändernde Lichtmalereien und Bewegungen, die an Naturrhythmen erinnern. Ein magischer Ort für den Auftakt des fkf-Programms! Die künstlerische Auseinandersetzung mit Migration hat im Vorfeld über 20 Künstlerinnen unterschiedlicher Sparten mit Wissenschaftlerinnen und Pädagoginnen zusammengeführt. Daraus entstand eine inspirierende Mischung von Ausstellungen, musikalisch-literarischen Ereignissen und Vorträgen in Bielefeld und Halle. Im Zentrum des Programms stehen die folgende Highlights und Ausstellungen - migrARTE I (16.5. 30.6 im Alten Rathaus Bielefeld und im öffentlichen Raum am 9.6.)
- Bei migrARTE II (25.6. 8.9. in der Remise Halle) präsentieren 15 Bildende Künstlerinnen, 5 Autorinnen und 5 Musikerinnen unterschiedliche Blicke z.B. auf Flucht und Grenzüberschreitungen, auf Exil, auf das Leben in einem fremden Land, auf Kommen und Gehen.....
- Mit "neue heimat" (6.6. 28.6. in der Stadtbibliothek Bielefeld) werden Künstlerinnen und Frauen in Kulturberufen mit Migrationshintergrund in der ein-seh-bar sichtbares Künstlerinnenarchiv owl vorgestellt.
- Am 18.8.2006 findet in Halle eine große Fiesta statt.
 | | Die Ausstellungen und Veranstaltungen finden statt u. a. in Kooperation mit: dem Kulturamt der Stadt Bielefeld; Ausländerbeauftragten dem Interkulturellen Büro Bielefeld, Annegret Grewe; der Stadtbibliothek Bielefeld; dem Bielefelder Kunstverein e.V.; der Capella Hospitalis; der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld; |
der AG Feministische Politik des ASTA der Universität Bielefeld; der Gleichstellungsstelle Bünde, Dorit Bethke; dem Museum Bünde; der Kulturverwaltung der Stadt Halle; der RAA Bielefeld; dem Carl-Severing-Berufskolleg; der Bertolt- Brecht-Gesamtschule Löhne; dem Korbmachermuseum Dalhausen, der Stadt Beverungen; dem Meinwerk-Institut Paderborn. Foto links: women art-work! das fkf-owl bei der Verschickungsaktion des neuen Jahresprogramms. Foto rechts: Zwei Besucherinnen der Stadtbibliothek sichten das Angebot. Foto oben: Die 21jährige Safak Kilicgedik und die 18jährige Filiz Özcelik (alevitische Kurdinnen) sitzen auf der Treppe der Stadtbibliothek. Sie nutzen die Bibliothek, um für ihren Abschluss im Bereich Gestaltung am Carl-Severing-Berufskolleg zu lernen. Sie sind vom migr Arte-Konzept begeistert und würden zukünftig gerne in Projekten mitarbeiten. Der Verein (kurz fkf-owl) umfasst 134 Künstlerinnen und Kulturschaffende aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Am 28. März 2006 wurde in Bielefeld auf der Jahresmitgliederversammlung der neue Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. Sechs von acht Frauen des bisherigen Vorstands kandidierten erneut. Die Teamarbeit hat sich bewährt und der Verein war enorm produktiv, so bilanzierten Anke Züllich-Lisken, Dr. Irene Below, Dr. Birgit Engel, Melanie Blank, Birgit Ebel und Christel Herrmann das vergangene Jahr. Mehr über den Verein, seine Ziele und Geschichte unter www.frauenkunstforum-owl.de |
|
27.04.2006 "Wohlfahrtsstaat als Standortvorteil - Deutschlands Reformirrweg im Lichte des skandinavischen Erfolgsmodells"
 | | "Gibt es eine spezifisch kulturelle Basis für die relativ zu anderen hochentwickelten Ländern bessere Nachhaltigkeitsperformance der skandinavischen Länder?", fragte Dr. Cornelia Heintze, Stadtkämmerin a. D. Politologin & Coach bereits im Jahr 2003 in dem Aufsatz: "It's the culture. Kulturelle Werteorientierungen und Nachhaltigkeit" Zeitschrift "Politische Ökologie, 12/2003 (Klick) Nun hat sie erneut den Blick Richtung Skandinavien gerichtet und eine neue Publikation erzeugt. |
"Die Debatte um die Zukunft des deutschen Wohlfahrtsstaates kreist um Fragen von Kosten und Finanzierung. Im Mittelpunkt stehen neoliberale Überzeugungen, wonach der Wohlfahrtsstaat mit seinem Anspruchsdenken Ursache für den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands und sozialstaatliche Umverteilung unter den Rahmenbedingungen der Globalisierung nicht mehr finanzierbar sei. Reformprojekte, die diese Grundüberzeugungen teilen, prägen als angeblich alternativlos seit Jahren die öffentliche Debatte wie auch die praktische Politik. Hauptziel ist die Senkung der Staatsquote durch die teilweise Überführung der Finanzierung sozialer Risiken in den Privatbereich; der Wohlfahrtsstaat soll auf seine Kernkompetenz der Fürsorge für die sozial Schwachen konzentriert werden. Dem entgegen stehen Überlegungen weniger der grundlegenden Erneuerung als der Erhaltung des traditionellen deutschen Sozialstaates. Die Verbreiterung der Finanzierungsbasis bei zumindest Teilen des Sozialversicherungssystems (Kranken- und Pflegeversicherung) durch eine Bürgerversicherung, in die auch Beamte und Selbständige einbezogen sind, fungiert als Schlüsselprojekt. Die vorliegende Studie zeigt, dass die Engführung der Debatte auf Kosten und Finanzierung sozialer Absicherung den Blick für die tatsächlich vorhandenen strategischen Optionen verstellt. Basis ist die Untersuchung der Gesamtpolitikperformance (10 Politikfelder) im Zeitraum 1993 2003 in den 18 OECD-Ländern, die Anfang der 90er Jahre mit Massenarbeitslosigkeit zu kämpfen hatten. Bei Betrachtung nur der Felder Beschäftigung, Bildung und Staatsfinanzen erweisen sich skandinavische und angelsächsische Länder als gleichermaßen erfolgreich. Je mehr Zielbereiche von erfolgreicher Armutsbekämpfung bis zur ökologischen Performance in die Betrachtung einbezogen werden, um so eindeutiger rangieren die skandinavischen Länder als relativ homogenes Cluster an der Spitze. Sie kombinieren die weltweit höchsten Beschäftigungs- mit den weltweit niedrigsten Armutsquoten bei gleichzeitig soliden Staatsfinanzen. Der gleichermaßen innovative wie wenig bürokratische skandinavische Wohlfahrtsstaat mit seinem hohen Niveau an öffentlichen Dienstleistungen erweist sich als Kristallisationspunkt dieses einzigartigen Erfolges. Die Studie betrachtet kulturelle Faktoren (Werteorientierungen, Wahrnehmungsraster, Denkmodi) als Schlüssel zum Verständnis; sie wirken als Regulationsmechanismen. Politik folgt im Ergebnis nicht starren ordnungspolitischen Prinzipien, sondern ist flexibel, prozesshaft und interdisziplinär auf die gleichzeitige Erreichung vieler Ziele gerichtet." (Quelle dieses Textes) Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V. 2005 (Texte zur politischen Bildung H. 33), 186 Seiten Die Autorin hat einen beeindruckenden beruflichen Hintergrund und zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Sie bietet fachübergreifende Kompetenz in Beratung und Coaching an. Ihre Expertise umfasst: Businesscoaching, Privatcoaching, Gesundheitscoaching, Impulsberatung und Finanzberatung. |
|
27.04.2006 Veranstaltung am 17. Juni 2006: Als die Frauenbewegung noch Courage hatte Vor 30 Jahren wurde die Berliner Frauenzeitung Courage gegründet Eine kleine Gruppe von Frauen hatte vor 30 Jahren die Idee, eine autonome links-feministische Zeitung von Frauen für Frauen zu gründen. Geld hatten sie nicht. Alle warnenden Stimmen schlugen sie in den Wind, druckten eine Nullnummer der Courage und luden zu einem Frauenfest mit Musik und Schwoof ein. Viele Frauen kamen. Aus den Eintrittsgeldern konnte die erste Rechnung für die Druckerei gezahlt werden. Courage griff schonungslos bisher tabuisierte Themen auf, wie z. B. Gewalt, sexuellen Missbrauch, Frauenopposition in Osteuropa. Die Zeitung expandierte bis Ende der 70er Jahre zu einer Auflage von über 70 000. 1984 musste die Courage Konkurs anmelden, weil eine wirtschaftliche Krise und Kollektivkonflikte zeitgleich auftraten. Der Frauenbewegung fehlt seitdem ein wichtiges Sprachrohr. 30 Jahre nach der Gründung treffen sich ehemalige Mitarbeiterinnen der Courage, um mit jungen und alten Menschen noch einmal öffentlich über Courage und die Frauenbewegung dieser Zeit nachzudenken. Programm (PDF, 89KB) |
|
25.04.2006 OWL auf der Hannovermesse, der weltgrößten Messe für Technologie und Industrie, mit innovativen Unternehmen und Projekten stark vertreten
 | | Die stattliche Anzahl von fast 30 Unternehmen, Verbänden und Hochschulen aus Bielefeld und anderen ostwestfälischen Städten gehört zu den mehr als 5.000 internationalen Ausstellern und präsentiert sich vom 24. bis 28. April auf der Hannovermesse. |
Erstmals ist die OWL-Kompetenz in einer der Top-Hallen in Hannover konzentriert. In der " Arena 2006" auf einer großen eigenen Ausstellungsfläche finden etliche Highlights statt.  | | Eines der innovativen Projekte nennt sich "Talentarium-OWL". In diesem seit langem geplanten aber noch nicht realisierten Berufserlebnishaus sollen Jugendliche ihre Talente entdecken und entwickeln. |
300 interaktive Experimente sollen ihnen zukünftig vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten bieten - sinnlich und interaktiv. Ausprobieren, Fühlen, Anfassen, Riechen ...Die Talentkarte gibt Orientierung bei der Berufswahl. Die fünf InitiatorInnen dieses bundesweit und vielleicht sogar europaweit einzigartigen Konzepts bringen viel Knowhow aus verschiedenen Bereichen, Projekten und der Netzwerkarbeit mit. Ein gemeinnütziger Verein wurde bereits im November 2004 gegründet, das Grobkonzept ist erarbeitet, viele Unternehmen konnten bereits begeistert werden, auf diese Weise den passenden Nachwuchs zu finden. Derzeit wird mit Hochdruck ein Standort in Ostwestfalen-Lippe gesucht, um die Vision zu verwirklichen. Das Talentarium OWL soll InteressentInnen aus einem Umkreis von ca. 200 km anziehen. Das Berufserlebnishaus ist auf eigene Refinanzierung und wirtschaftlichen Betrieb angelegt. Starke Partnerschaften werden aber auch für den Start gebraucht: öffentliche Förderung, Stiftungen und Sponsoren sind für die Startphase gefragt. |
|
20.04.2006 Projekt "Zukunftsfaktor worklife - Neue Chancen für Berufsrückkehrerinnen"
 | | Die Deutsche Angestellten Akademie Ostwestfalen-Lippe (DAA OWL) hat für Berufsrückkehrerinnen ein neues Angebot entwickelt, das unter dem Titel "Zukunftsfaktor worklife" an mehreren Termine und an mehreren Orten in OWL startet. In Gütersloh startet das Projekt am 2. Mai, in Detmold am 8. Mai, in Bielefeld am 21.08., in Herford am 28.08., am 16.10. erneut in Gütersloh und am 23.10. noch ein Durchlauf in Detmold. |
Am 26. April findet um 10 Uhr im Bildungscenter der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (Leonardo-da-Vinci-Weg 4) eine Informationsveranstaltung statt. Das von dem Europäischen Sozialfond (ESF) und dem Land NRW geförderte Angebot wendet sich an qualifizierte Frauen ohne Leistungsbezug. Interessierte Frauen mit Berufserfahrung oder -orientierung in den Bereichen Handel, Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und Dienstleistungen erwartet in einer sechswöchigen Gruppenphase ein interessantes ganzheitlich konzipiertes Programm. Private und persönliche Ziele und Möglichkeiten werden ermittelt. Anschließend folgt eine inhaltlich und zeitlich individuell gestaltbare Phase über bis zu 5,5 Monate. In dieser Zeit können die Teilnehmerinnen z.B. zusätzliche Qualifikationen erwerben, die betriebliche Praxis erproben, eine Existenzgründung in die Wege leiten und eine passende Kinderbetreuung organisieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro. Weitere Infos erhalten Interessierte unter 0521 52007-0 oder via Internet: www.daa.owl.de |
|
taz nrw vor Ort in Bielefeld: Was sprichst du? Deutschpflicht - Beitrag zur Integration oder Diskriminierung?
 Das Integrationsthema wird gegenwärtig wieder heiß diskutiert - meistens als Problem - selten als Chance. Nun findet eine Veranstaltung am 27.04.2006 im IBZ statt, die als spannende Kontroverse angekündigt ist: "Deutschpflicht für Deutschland: Auf Schulhöfen, im Fitness-Studio, auf der Straße soll ausschließlich Deutsch gesprochen werden! Was steckt hinter dieser Forderung?  | | Geht es wirklich nur um die Verbesserung von Deutschkenntnissen? Einerseits müssen Kinder und Jugendliche die Landessprache beherrschen, wenn sie eine Zukunftsperspektive haben wollen. |
Andererseits werden im Job interkulturelle Fähigkeiten wie Mehrsprachigkeit gefordert. Und: Wer stört sich überhaupt daran, wenn sich Landsleute untereinander in ihrer Muttersprache unterhalten?", fragt die taz.  | | Konkrete Aufhänger gibts genug. Allzu präsent sind die Initiativen an Schulen, Deutsch auch für den Pausenhof durchzusetzen. Da ist Medienresonanz gewiss. Es gab weiterhin Ende Februar 2006 deutlichen Protest des Bielefelder Migrationsrates anlässlich des Verbot eines Fitnessstudiobetreibers gegenüber der 28jährigen Dilan Nakipoglu-Foth und dem 22jährigen Volkan Aksun sich auf der Trainingsfäche in Türkisch zu unterhalten. |
Sie leben seit acht bzw. zehn Jahren in Bielefeld, er hat einen deutschen Pass, sie hat mit ihrem deutschen Ehemann eine sechsjährige Tochter. Beide sprechend fließend deutsch, möchten aber ihre Muttersprache nicht verlernen. Der Migrationsrat befürwortet eine Verbesserung der Sprachkompetenz und vermehrten Deutschkursen als Schlüssel zur Integration, aber das dürfe nicht zur Abwertung von Minderheitssprachen führen, so Emir Ali Sag, Geschäftsführer des Migrationsrates. Die LeserInnenbriefe in der Neuen Westfälischen bewerteten die Reaktion der Betroffenen und des Migrationsrates durchgängig als übertrieben und als "Anstellerei". Vom Ausbau der Mehrsprachigkeit, von mehr interkultureller Kompetenz auch bei der Mehrheitsgesellschaft, von kultureller Vielfalt als Reichtum war kaum die Rede. Das Augenmerk liegt vor allem auf den Defiziten von Zugewanderten. Kann Integration unter solchen Vorzeichen gelingen? Diese und andere Standpunkte können am 27. April mit den PodiumsteilnehmerInnen debattiert werden. Vorstellung der ReferentInnen gemäß der Ankündigung der taz: - Britta Hasselmann, MdB Bündnis 90/Die Grünen aus Bielefeld. Ihre Partei spricht sich gegen eine Verordnung der Deutschpflicht außerhalb des Klassenzimmers aus.
- Ümit Yavuz, Abiturient aus Spenge, hat für die Einführung eines Deutschgebots an seiner Schule gestimmt und es nicht bereut.
- Tayfun Keltek, Lehrer und Migrationspolitiker aus Köln, meint, Kinder zum Deutschsprechen zu zwingen, verletze sie.
- Eleonore Chowdry, Vorstandsmitglied der LandesschülerInnenvertretung, aus Bielefeld, die Tochter eines gebürtigen Irakers hat Deutsch zu ihrer Muttersprache erklärt.
- Dr. Gerd Schrammen, Philologe im Ruhestand aus Göttingen, als zweiter Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache möchte er an den Wert und die Schönheit der deutschen Muttersprache erinnern.
Termin: Donnerstag, 27. 4.2006, 19.00 Uhr, Ort: IBZ Friedenshaus, Teutoburger Straße 106, 33607 Bielefeld. (Quelle: taz)
Good practice und Vernetzung: "Sprachenvielfalt - Chancengleichheit" titelt der Flyer des Modellprogramms "FÖRMIG" der Bund-Länder-Kommission für BIldungsplanung und Forschungsförderung. FörMig steht für "Förderung von KIndern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" und wird je zur Hälfte vom BMBF und den zehn teilnehmenden Ländern finanziert.  Programmträger ist die Universität Hamburg, Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft. Im FÖRMIG-Fokus stehen fünf Bereiche: Sprachdiagnostik | Kooperative Sprachförderung | Sprachfördernetzwerke | Sprachförderung an Übergängen im Bildungssystem | Sprachförderung in jedem Unterricht | Mehrsprachigkeit als Ressource. Der Großteil der Projekte befindet sich im bevölkerungstarken Land NRW (siehe www.foermig-nrw.de). Die beteiligten Projekte entwickeln und erproben Ansätze, die auf ihre regionale Lage abgestimmt sind. Im Raum OWL geht es bei dem im Kreis Herford und der Stadt Bielefeld angesiedelten FÖRMIG-Projekt z.B. schwerpunktmäßig um den Übergang Schule Beruf (Mehr Info zum regionalen Projekt)
Eine Frage der Umsetzung: "Erfolgreiche Integration durch bessere Bildung. Interkulturelle Bildung für alle" Bildungspolitisches Papier der Arbeitsgruppe Bildung des Migrationsrates der Stadt Bielefeld, beschlossen im Mai 2005 - aber auch umgesetzt? (Klick) Was meinen die anderen... - Infos und Material: Pressespiegel bei learn.line zu den Themen Bevölkerung/Demografie Die Gewerkschaft ver.di u.a. sprechen vom "Mythos Demografie", mit dem Ängste geschürt und Sozialabbau legitimiert werden. "Deutschland im Demografie-Schock. Steht es wirklich so schlimm um uns?" Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, Vater eines Sohnes und momentan Funk-und Fernseh-Fachmann in Sachen Familie, hat wieder ein Buch geschrieben: Minimum. Darin malt er ein Schreckensszenario kinderarmer Zeiten aus. Und das wiederholt er Tag für Tag in der Bildzeitung. Ein Gespräch von hr-online mit der Autorin und Familienexpertin Ursula Ott über Schirrmachers Panikmache über eine schrumpfende Gesellschaft (Klick) "Schule und was dann?" Gute Frage! Es kann nicht nur um Schule und Schulerfolg gehen. Auf der Agenda müssen auch Möglichkeiten eigenständiger Existenzsicherung, effektive Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für berufliche Wege und brauchbare Angebote für berufliche Perspektiven von MigrantInnen stehen, wenn Integration im Einwanderungsland Deutschland gelingen soll. Hier ein Lektüretipp: "Potenziale-Profile-Perspektiven" lautete der Titel der Fachtagung des Thematischen Netzwerks "Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten", die am 3. Dezember 2004 im Congress-Centrum in Hannover durchgeführt wurde. Redebeiträge und Diskussionen der Tagung wurde in einer auch online verfügbaren Publikation dokumentiert. Sie bilanziert zugleich die Ergebnisse der fast dreijährigen Arbeit im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL (Klick). |
|
19.04.2006 Literaturwettbewerb-OWL zum Thema "Klasse" Mit der NRW-Schulministerin Barbara Sommer als Schirmfrau des diesjährigen Literaturwettbewerbs OWL sind alle SchülerInnen der Sekundarstufen I und II aufgerufen, literarische Texte zum Thema "Klasse" bis zum 26. April zu produzieren.
 | | Jede Person bzw. jede Gruppe kann mit maximal zwei Beiträgen am Wettbewerb teilnehmen. Ein Beitrag sollte nicht länger sein als drei DIN A4 Seiten der Schriftgröße 12pt mit einfachem Zeilenabstand. (Flyer, 118 KB) Der Wettbewerbsbeitrag kann über ein Formular im Internet eingereicht werden. Eine fachkundige Jury unter Leitung der Regierungspräsidentin Marianne Thoman-Stahl wird die Texte begutachten und die GewinnerInnen ermitteln. |
Für eingereichte Texte wird diese Jury in den Gattungen Lyrik und Prosa jeweils mindestens drei Geld- und Sachpreise vergeben. Die prämierten Beiträge werden in einem Buch veröffentlicht. Mehr Info |
|
19.04.2006 Zeit aktiv zu werden! 20 Jahre danach. Nie wieder Tschernobyl! Aktionsideen für SchülerInnen und andere Engagierte Der 26. April 1986 jährt sich als menschenverursachtes Katastrophendatum in wenigen Tagen. Noch immer sind Atomkraftwerke am Netz. Die Widerstandsformen sind vielfältig. Mit ausgestrahlt steht z.B. ein Portal zur Verfügung, das insbesondere für Jugendliche in Schulen und anderen Bildungskontexten neben Informationen, Fakten, Hintergrundmaterial auch konkrete Ideen für Kampagnen bietet. Der Roman "Die Wolke" von Grudrun Pausewang war Vorlage für den gleichnamigen Kinofilm, der ab bereits seit dem 16. März in 300 deutschen Kinos gezeigt wird. Die Kinobranche rechnet mit hunderttausenden BesucherInnen. Der Film wird viele Menschen motivieren, gegen Atomkraft aktiv zu werden.
"Die Frau hinter der Wolke": Informationen zur Buchautorin Gudrun Pausewang im Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung - jetzt! vom 26.02.2006: "Ihr Antiatomkraft-Buch 'Die Wolke' (1987) verkaufte sich millionenfach und wurde in 13 Sprachen übersetzt. In Deutschland muss es fast jeder Schüler im Lauf der Mittelstufe lesen. Über die Autorin ist dagegen nur wenig bekannt. Gudrun Pausewang, Jahrgang 1928, hat insgesamt über 80 Bücher verfasst eigentlich ist sie Grundschullehrerin. Zwölf Jahre lebte sie in Südamerika, heute wohnt sie in der Nähe von Fulda und schreibt immer noch jeden Tag." Ein Gespräch mit der Autorin über Problemliteratur, junge Leser und den Atomausstieg... (weiterlesen) |
|
19.04.2006 "Generation Praktikum"!? Europaweiter Protesttag  | | Students at work ist ein webgestütztes Beratungsangebot des Deutschen Gewerkschaftsbundes für erwerbstätige Studierende. |
Das optisch und inhaltlich gut gestaltete Portal widmet sich einem drängenden Problem: der Ausnutzung junger AkademikerInnen auf nicht- oder unterbezahlten Praktikumsstellen bei gleichzeitigem Abbau regulärer Arbeitsplätze. Der Internetauftritt www.students-at-work.de wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (BMFSFJ) gefördert. In einer aktuellen Meldung zeigt sich die Dimension des Missstands wie auch der Widerstand dagegen: "Erst Praktikum, dann Job? April, April!" lautetete die Losung beim "Ersten europäischen Praktikanten-Aktionstag", zu dem in Deutschland die DGB-Jugend gemeinsam mit dem Verein Fairwork am Samstag, den 1. April, aufgerufen hatte. Die Aktion fand gleichzeitig in Paris, Brüssel, Wien, Lille, Toulouse und Dresden statt. Die Aktivisten trugen weiße Masken, die den Status von PraktikantInnen symbolisieren: Sie sind "die Mitarbeiter, die keinen Namen, kein Gesicht haben und ständig wechseln", hieß es in dem Protestaufruf. In Berlin waren etwa 120 PraktikantInnen und zusätzlich zahlreiche Unterstützer und auffallend viele Medienvertreter gekommen. Insgesamt folgten etwa 350 Menschen dem Aktionen am Brandenburger Tor, wozu unter anderem die Versteigerung eines "Super-Praktikanten" gehörte. Der Titel "Superpraktikantin" ging an die Studentin Britta. Mit sieben Praktika war sie Spitze. DGB-Referentin Silvia Helbig versteigerte sie für "ein Appel und ein Ei". Außerdem wurden "Abzocker"-Stellenausschreibungen für Praktikantenstellen vorgelesen. Wie zum Beispiel die für die Übersetzung eines Reiseführers in Heimarbeit. Zum Thema Vergütung stand da: Keine. Ab dem 4. Monat "erfolgsabhängige Bezahlung denkbar". Hintergrund des Protestes ist die Praxis vieler Arbeitgeber, reguläre Stellen mit PraktikantInnen zu besetzen. Auf diese Weise werden viele junge Akademiker mit unter- oder unbezahlten Praktika abgespeist. Häufig bleibt den jungen Akademikern kaum etwas anderes übrig, als sogar mehrere unter- oder unbezahlte Praktika hintereinander anzunehmen. "Die EU muss dafür sensibilisiert werden, dass Hochschulabsolventen als Praktikanten ausgebeutet werden", sagt Jessica Heyser von der DGB-Jugend. Der DGB lässt zurzeit eine Studie erarbeiten, die repräsentative Zahlen über die Situation der "Generation Praktikum" liefern soll. In einem Zwischenbericht heißt es, es habe sich ein "regelrechter Praktikanten-Arbeitsmarkt entwickelt, durch den reguläre Jobs verdrängt werden". Schon jetzt zeichnet sich ab, dass knapp die Hälfte der PraktikantInnen sich ausgebeutet fühlt. Rund 40 Prozent absolvieren Vollzeit-Praktika unbezahlt. Häufig gibt es keine Ausbilder, keine Anleitung, was zeigt, dass die Praktika nur ein Vorwand sind, um hochqualifizierte Arbeitskräfte auszunutzen." (mehr lesen siehe Quelle) |
|
15.04.2006 Kundgebung: Für soziale Gerechtigkeit & Frieden. Kein Krieg gegen den Iran!
 |
| Am Samstag, 15.04.2006 fand anlässlich des NRW-Ostermarsches eine Kundgebung auf dem Bielefelder Jahnplatz statt. RednerInnen waren: |
- Dr. Angelika Claussen, Bundesvorsitzende der Internationalen Ärzte zur Verhinderung eines Atomkriegs
- Yonatan Malinger und Sahar Vardi, israelische Kriegsdienstverweigerer, Anarchists against the wall.
Die Forderungen lauten: - Abrüstung und Schaffung wirksamer Instrumente zur zivilen Konfliktlösung
- Stopp aller militärischen Modernisierungsprojekte
- Verwendung freiwerdender Rüstungsgelder für soziale Aufgaben
- Kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren und keine Legalisierung der Folter
- Vollständiger Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
- Sofortiger Rückzug der deutschen Truppen von allen Auslandseinsätzen
- Verzicht auf jede Droheskalation gegen den Iran, die in einen Krieg einmündet
- Keine deutsche Unterstützung für oder gar Beteiligung an einem Krieg gegen den Iran
- Eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts im Rahmen einer Konferenz für Sicherheit und regionale Zusammenarbeit im Nahen Osten mit dem Ziel der Schaffung einer atomwaffenfreien Zone, die Israel einschließt.
- Einstellung jeglicher Waffenexporte in den Nahen Osten und in andere Gebiete
- Globale Vernichtung aller Atomwaffen, wie sie in Artikel VI des Atomwaffensperrvertrages festgeschrieben ist.
- Mehr Infos im Kundgebungsaufruf
Der Aufruf wird von einem breiten politischem Spektrum aus lokalen Initiativen, Vereinen und Organisationen unterstützt: Bielefelder Friedensnetzwerk, Sozialforum Bielefeld (Attac Bielefeld, DIDF Bielefeld, Forum linker Gewerkschafter, Naturfreundejugend TBW, Widerspruch e.V., Welthaus Bielefeld e.V.) Versöhnungsbund Bielefeld, BI Bürgerwache e.V., Die Linke.PDS Bielefeld, DKP Bielefeld, Inge Hoeger, MdB Die Linke.PDS, WASG Gütersloh. Die Teilnahme war allerdings sehr gering, obwohl in den letzten Jahren Friedensdemos und Kundgebungen einen steigenden Zulauf verzeichneten. Auffällig ist auch, dass keine der etablierten Parteien (SPD, GRÜNE, FDP, CDU) und keine der Gewerkschaften an dem Aufruf zur diesjährigen Kundgebung beteiligt war. Im Frühjahr 2003 gab es beispielsweise noch die ebenfalls aus dem Inititiativenumfeld (u.a. dem Friedensnetzwerk) angestoßene und mit späterer Unterstützung auch von den etablierten Parteien und Gewerkschaften durchgeführte breite Kampagne " Bielefeld sagt Nein zum Krieg - Meterweise gegen den Krieg", die auch mit der Position der damaligen rot-grünen Bundesregierung gegen den Angriffskrieg gegen den Irak im Einklang stand. (Das Foto oben links zeigt Muslime beim öffentliches Gebet vor dem Islamischen Zentrum Bielefeld. Das Foto rechts zeigt den Rektor der Gesamtschule Rosenhöhe, Diderk Wirminghaus, mit SchülerInnen.)  |
| Das Foto links zeigt eine Bielefelder Kundgebung auf dem Alten Markt mit den Plakaten "Bielefeld sagt Nein zum Krieg". Eine der HauptrednerInnen war Dr. Angelika Claussen. |
Damals wurden von dem Bündnis öffentlichkeitswirksam und in immens kurzer Zeit mehr als 10.000 Stimmen gegen den Krieg gesammelt und auf einem fast 1000 Meter langen Leinenband vom Jahnplatz bis hoch zur Sparrenburg gespannt. Die Menschen positionierten sich mit ihrer persönlichen Unterschrift, mit Gedichten, Zeichnungen und Symbolen gegen den Angriffskrieg gegen den Irak. Mit Unterstützung der Stadtwerke und der Polizei wurde für mehrere Stunden der Innenstadtverkehr stillgelegt. An den Aktionen beteiligten sich u.a. LehrerInnen mit ganzen Schullklassen, Jugendvereine, Stadtteilzentren, MigrantInnenselbstorganisationen, Gewerkschaften, Parteien, das Islamische Zentrum und die Kirchen. Nachahmenswertes aus der Region: International: In Lübbecke wird ein internationales Kinderfest mit Menschen aus 35 verschiedenen Herkunftsländern gefeiert (Klick) Beeindruckend: Ein Paar aus Bad Oeynhausen radelt bereits seit 2002 um die Welt, um Spenden für die Kindernothilfe zu sammeln. Im Jahr 2006 wollen die beiden in Guatemala eintreffen (Klick) |
|
14.04.2006 Girls' Day Bielefeld mit druckfrischem Flyer und bewährtem Motto "Zukunft in der Vielfalt"
 | | Seit Anfang April liegt nun der Girls' Day-Flyer des Bielefelder Arbeitskreises vor, der erneut Schülerinnen im Alter von 10-15 Jahren zum Schnuppern in technische und techniknahe Berufe einlädt. Die diesjährige Schirmfrau ist die Chemie-Professorin Katharina Kohse-Höinghaus von der Universität Bielefeld. |
Sie ist Gründerin des teutolab und verkörpert somit auf ideale Weise die Zielsetzung des Mädchen-Zukunftstages.  | | "Liebe Mädchen, was ist euer Wunschberuf? Wisst ihr schon, was ihr er lernen oder studieren möchtet, oder wie euer Traumjob in der Praxis aussieht? Interessiert ihr euch nur für wenige Berufe wie Arzthelferin, Verkäuferin, Friseurin oder Bürokauffrau, wie viele Leute glauben? |
Für,,typisch weibliche Berufe kennt ihr vielleicht gute Vorbilder. Oder habt ihr Spaß an Naturwissenschaft und Technik? Technische Berufe sind spannend und zukunftsweisend. Eure Noten in Mathe, Bio, Physik, Chemie sind wahr scheinlich mindestens ebenso gut wie die der Jungen. Ihr wisst nicht, welche Berufe es im technischen Bereich gibt? Was man als Produktdesignerin, Wirtschaftsmathematikerin, Agraringenieurin, Biotechnologin oder Mechatronikerin tut? Welche Ausbildung oder welches Studium dazu nötig ist? Ob ihr euch das zutraut? Die Aktivitäten zum Girls Day sollen euch bei der Berufswahl unterstützen. Sie sollen euch dabei helfen, Alternativen zu den klassischen Frauenberufen kennen zu lernen. Nutzt die Chance, in Berufe hinein zu schnuppern, die sonst eher von Männern ausgeübt werden. Beteiligt euch am Girls Day. Wir brauchen Euch! Prof. Dr. Katharina Kohse-Höinghaus, Gründerin des teutolab"Sie löst Cemile Gündogdu ab, die als selbstständige Unternehmerin Schirmfrau des Jahres 2005 war. Cemile Gündogdu wurde vom lokalen Arbeitskreis in diese Funktion berufen, um insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund sowie Betriebe, die von Zugewanderten geführt werden, gezielt für eine Beteiligung an der Aktion zu werben ( Rückblick auf 2005 und 2004) Kontinuität gilt darum für das Motto "Zukunft in der Vielfalt". Sehr passend, denn in Bielefeld leben und arbeiten Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Herkunftsländern. Diese Vielfalt ist als gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Reichtum zu nutzen. |
|
06.04.2006 Bielefeld 2000 plus startet mit migrationsrelevantem Vortrag von Prof. Jürgen Mansel in die Veranstaltungsreihe Sommersemster 2006 Auf der Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe zum Sommersemester 2006 von Bielefeld 2000plus referiert Prof. Dr. Jürgen Mansel, Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik.  | | Sein Thema lautet "Alltagserfahrungen mit Zuwanderern und Folgen für Sympathie und diskriminierendes Verhalten". |
Seit Ende 2000 ist Jürgen Mansel Mitarbeiter am IKG, dem Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Sozialisation, Erziehung und Bildung; Kindheits-, Jugend- und Familienforschung; Gesundheit und Stress; Kriminologie und abweichendes Verhalten; Sozialstrukturanalyse, Armut und soziale Ungleichheit; Schule, Arbeit und Beruf; Migration und Methoden der empirischen Sozialforschung Der diesjährige Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe des Projekts "Bielefeld 2000plus - Forschungsprojekte zur Region" dreht sich um die Zukunft von Stadt und Region. In diesem brückenschlagenden Projekt arbeiten seit 1997 Universität und Stadt Bielefeld zusammen, um den in der Universität vorhandenen Sachverstand für die zukünftigen Herausforderungen, denen sich Stadt und Region stellen müssen, in noch größerem Umfang zu nutzen. Weitere Themen des Veranstaltungsprogramms von Bielefeld 2000plus sind: - Bielefeld als Hauptstadt der Diakonie von Prof. Dr. Alfred Jäger, Kirchliche Hochschule Bethel Bielefeld, am Mittwoch, dem 10. Mai 2006, 18.30 20.00 Uhr (mehr Info)
- "Bielefeld 2050 - Herausforderungen und Visionen einer sich wandelnden Stadt"
- "OstWestfalenLippe - Region ohne Hauptstadt? Bielefelds Rolle im Wirtschafts- und Kulturraum OWL"
Kommentar: Der Begriff Zukunft und die Mobilisierung von Gestaltungspotenzialen für die kommunale und regionale Ebene haben Hochkonjunktur. Dass dabei MigrantInnen und Migration von der Wissenschaft, den Weiterbildungsträgern, der Arbeitsverwaltunge, der Sozial- und BIldungspolitik und ihren AkteurInnen endlich stärker in den Blick genommen werden, ist auf Grund der demografischen Besonderheiten insbesondere in Ostwestfalen-Lippe notwendig. OWL ist jetzt schon bundesweit die drittjüngste Region auf Grund der vielen Zuwanderungen der vergangenenen Jahre, im Jahr 2020 wird sie bundesweit die jüngste sein (Infos 1) / (Infos 2). Literaturtipp: "Demografischer Wandel - Konsequenzen für die kulturelle Infrastruktur", Publikation des ILS NRW, 2005) Während andere Kommunen und Regionen etliche ihrer Einrichtungen im Kinder- und Jugendbereich, Schulen und Beratungsstellen schließen und dem dort beschäftigten Personal kündigen werden müssen, wird sich im hiesigen Raum die Zusammensetzung der AdressatInnen der Angebote sowie die SchülerInnenschaft verändern. OWL wird insgesamt immer bunter und wird sich auf ein neues Aufgabenprofil, auf die Erfordernisse interkultureller Kompetenz und zielgruppengerechterer Maßnahmen zur Bildungsbeteiligung und Arbeitsmarktintegration von Menschen nichtdeutscher Herkunft aus regionalpolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Die Einbeziehung von ExpertInnen mit Migrationshintergrund sollte als Querschnittsmaßnahme in allen Handlungsfeldern dazu gehören. |
|
01.04.2006 Hochaktuell und überfällig: Debatte "Schulstrukturen - Schule für alle - Konsequenzen aus PISA"
 | | Auf fatale Weise gut getimed findet am Dienstag eine Schulstruktur-Debatte statt. Das reichlich unbeliebte und in Wahlzeiten aus Sicht mancher Parteistrategen heikle Thema erfährt durch die medienwirksamen Gewalt-Probleme an der Berliner Rütli-Oberschule und anderen Hauptschulen große Aktualität. |
Hauptschulen gelten als Orte der Gestrandeten, Gescheiterten, werden häufig von mehr als 80 % MigrantInnenkindern besucht, die nach Ergebnissen der PISA-Studie besonders bildungsbenachteiligt und zudem chancenlos hinsichtlich ihrer Berufsperspektiven sind. Auf den großen Frust in der Schule folgt für sie dann noch die große Leere auf dem Ausbildungsmarkt. - Presseresonanz: Siehe TAZ , NW, "Unter Polizeischutz", über die Vorfälle an der Rütli-Schule in DIE ZEIT, 31.03.2006
- Der Brief des LehrerInnenkollegiums der Rütli-Hauptschule vom 28.02.2006 (Klick)
Brief der GEW Berlin an der Kollegium der Rütli-Oberschule in Berlin-Neukölln - GEW-Positionen zu Integration, Chancengleichheit, interkultureller Bildung und Prävention (Klick)
 | | Die Initiative Eine Schule für alle in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld und der Stadtschulpflegschaft Bielefeld veranstaltet am 4. April 2006, 19.00 Uhr in den Räumen der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Obernstr. 48, 33602 Bielefeld |
| eine Informationsveranstaltung zum Thema Schulstrukturen Schule für Alle. Darin werden VertreterInnen der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld die Thesen der Handwerkskammer Baden Württemberg zum Thema gemeinsame Schule Konsequenzen aus Pisa Positionen des Handwerks vorstellen. | |  |
 | | 2001 gründete sich die Bielefelder Initiative "Eine Schule für alle" anlässlich einer nicht-integrativen Klasseneinteilung in einer Bielefelder Grundschule. Seitdem sucht die Initiative intensiv nach Möglichkeiten, das Schulsystem gerechter zu gestalten. Die Initiative ist überparteilich bundesweit aktiv. Ihren Schwerpunkt sieht aber auf der kommunalen Ebene. Weitere Interessierte und Engagierte sind gerne gesehen. Regelmäßiger Treffpunkt: der jeweils letzte Donnerstag eines Monats um 20 Uhr in der Bürgerwache Bielefeld. |
AnsprechpartnerInnen: Uta Kumar (0521871076, utakumar@gmx.de) Maria Landwehr (05219457240) Helmut Brinkmann-Kliesch ( brinkmannkliesch@freenet.de) Die Initiative ist Mitglied in der bundesweiten Initiative " Länger gemeinsam lernen". Kooperationen bestehen mit: Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen, BI; Stadtschulpflegschaft, Bielefeld; Landesschülervertretung, NRW und dem Aktionskreis Gemeinsamer Unterricht, Köln. (Klick zum Flyer, PDF, 160 KB) Veranstaltungstipp: Auf der Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe zum Sommersemester 2006 von Bielefeld 2000plus referiert Prof. Dr. Jürgen Mansel, Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik, über das Thema "Alltagserfahrungen mit Zuwanderern und Folgen für Sympathie und diskriminierendes Verhalten", Infos zum Referenten und zum Vortragsthema | Veranstaltungsort: Murnausaal, VHS Bielefeld, Ravensberger Park, Mittwoch, 26.04.2006, 18.30 bis 20 Uhr (Flyer, 115 KB) Mehr zum Thema Schule, Schulstrukturen, Schulgesetz und Migration:  | | Position der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Siehe GEW-Broschüre (Feb. 2006) "Eine Schule für alle" (36 Seiten, PDF, 417 KB) Inhalt: Vorwort | 1. Marianne Demmer: Warum die Schulstruktur auf den Prüfstand gehört. Thesen und Informationen. 2. GEW-Beschluss Eine Schule für alle · Eckpunkte und Leitlinien zur Umsetzung |
Lesen Sie den Artikel von Jürgen Oelkers, Lehrender für Allgemeine Pädagogik an der Uni Zürich, "Früher beginnen, später trennen. Plädoyer für einen behutsamen Umbau des deutschen Schulsystems", in DIE ZEIT, 23.03.2006 (5 Seiten, PDF, 12 KB) - Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule - GGG
- Siehe auch unter "bildungsklick.de"
- Bildungspolitische Eckpunkte von Gesamtmetall - Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie (Klick)
- Position des Vereins Bildung und Erziehung
- Aufruf des Grundschulverbands "Drei Ziele - drei Schritte" mit UnterzeichnerInnenliste (von 2005)
- Eine Examensarbeit zum Thema "Ganztagsschule - vom Tabuthema zum Modethema? Die Debatte und die Begründung der Ganztagsschule in Deutschland seit Beginn der Neunziger Jahre", (2003) von Dirk Lepping (128 Seiten, Weblink)
- Link zur Stadtschulpflegschaft Bielefeld
- Klick zum Landeselternrat der Gesamtschulen NW e.V | Siehe auch LER-Aktion zur Novellierung des Schulgesetzes (zum 26. April 2006 mit Anschreiben an Ministerin Barbara Sommer und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers)
- Die Landtagsabgeordnete der SPD, Ute Schäfer aus Lage, hat den Eindruck, dass Ministerpräsident Rüttgers (CDU) die Gesamtschulen schleichend aussterben lassen will. Siehe Pressemitteilung: Landesregierung muss Klarheit bei den Schulempfehlungen schaffen!
- Buchtipps zu Gewalt an Schulen
- Beitrag im Online-Familienhandbuch über MigrantInnenkinder und Schule
Mechtild Gomolla und Frank-Olaf Radtke publizierten bereits 2002 eine Untersuchung an Bielefelder Schulen mit dem treffenden Titel: "Institutionelle Diskriminierung. Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule". Mehr über Definition und Erscheinungsformen von Diskriminierungen unter ida-nrw.de "Bildungsreserve Migration. Plädoyer für eine Lokale Bildungspolitik", von Frank-Olaf Radtke (Klick) Bildung und Migration - mehr dazu auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung Angebot der FALKEN Bielefeld: "Sich neu entdecken voneinander lernen sich stärken. Sozialtraining für Grundschulklassen" OWL sucht nach Lösungskonzepten: "Berufliche Bildung" wird neben dem Thema "Innovation" im Fokus der OWL-Regionalkonferenz am 24.11.2006 in Paderborn stehen.
|
|
01.05.2006 Sehr gefragt, stark besucht und gut verlinkt: owl-interkulturell.de Diese Website besteht seit 2003, zunächst nur unterstützend zur Printausgabe des Magazins. Im Oktober 2004 wurde komplett auf eine Online-Präsenz umgestellt und das Magazin eingestellt. Der Projektstatus der Website ist seit April 2005 beendet. Der Webauftritt wird seit Mai 2005 ohne weitere Fördermittel und bisher ohne Werbeeinnahmen realisiert. Im vergangenen Monat März wurden nun die bisher höchsten Zugriffszahlen in allen relevanten Analysekategorien gezählt.
Mehr als verdoppelt seit März 2005: Mit 3478 im März 2006 gezählten Rechnern oder sogenannten IP-Adressen- als wichtigste Kategorie und 8866 Besuchen (was oftmals mit BesucherInnen verwechselt wird) stellt www.owl-interkulturell.de manch andere, durch mehrere Redaktionsmitglieder gepflegte und weitaus länger bestehende Plattformen und Informationsportale größerer Einrichtungen locker in den Schatten. Auch bei Suchmaschinen wie Google ist owl-interkulturell.de bei Eingabe des Wörtchens OWL und vielen auf Lernen, Bildung und Kompetenzen und ähnliches bezogenen Suchbegriffen auf der erste Seite und zumeist unter den ersten 10-20 Fundstellen. Für eine solche Vorrangstellung im World Wide Web greifen etliche Privatunternehmen oftmals tief in ihren Werbeetat... Rasante Entwicklung! Hier die Entwicklung der Website-Statistik anhand von drei Beispielmonaten. Der Oktober 2004 ist ausgewählt, weil dies der Startmonat der online-Vollumstellung war. (Mehr über die Website und die MacherInnen)
| Okt. 2004 | März 2005 | März 2006 | Besuche pro Tag im Durchschnitt | 89 | 134 | 286 | Monatssumme gezählter Rechner (bzw. IP-Adressen) | 848 | 1.487 | 3.478 | | Monatssumme gezählter Besuche | 2.784 | 4.167 | 8.866 | | im Monat aufgerufene Seiten | 15.466 | 15.908 | 40.331 |
Die Auswertung erfolgt mit Webalizer 2.01. Webalizer ist immer noch das am häufigsten verwendete Programm zur Logfile-Analyse. Informationen über Webalizer: BesucherIn (wird oft auch oder Visits genannt): Zahl der unterschiedlichen IP-Adressen, die innerhalb von 30 Minuten eine oder mehrere Seiten angefordert haben. Rechner (wird oft auch Site genannt): Zahl der unterschiedlichen IP-Adressen, die pro Tag/Monat etwas angefordert haben. Die einzelnen Kategorien in einer Webstatistik (Logfile-Analyse) sind folgendermaßen zu verstehen: Wenn ich eine Website (z.B. www.owl-interkulturell.de) besuche, werde ich zunächst als Visit bzw. Besucherin gezählt und auch als Site bzw. Rechner. Als Visit/Besucherin, weil von meiner IP-Adresse eine HTML-Seite angefordert wurde und als Site/Rechner deswegen, weil meine IP-Adresse an diesem Tag noch nicht registriert wurde. Sehe ich mir jetzt einige weitere Seiten auf der Plattform www.owl-interkulturell.de an, zähle ich immer noch als derselbe Visit/dieselbe Besucherin und als dieselbe Site/derselbe Rechner, weil sich in der Zwischenzeit nichts verändert hat. Es hat sich lediglich die Zahl bei "Pages", "Hits" und "kBytes" erhöht. Wenn ich aber jetzt zu einer anderen Website wechsle (z.B. www.its-my-life.info) und erst nach mindestens 30 Minuten (Voreinstellung) wieder auf www.owl-interkulturell.de schaue, werde ich als neuer Visit /neue Besucherin gezählt. Ich werde aber nicht als neue Site bzw. neuer Rechner gezählt, weil meine IP-Adresse an diesem Tag schon registriert wurde. Aus diesem Grund gibt die als Site oder Rechner bezeichnete Kategorie am ehesten die tatsächliche Zahl einzelner verschiedener BesucherInnen wieder. |
|
Böhmer legt 7. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor mehr
|