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Nachrichtenarchiv Januar 2006 Zurück zu Aktuelles | Zurück zum Archiv |
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25.01.2006 Potenziale nutzen, Innovationen fortsetzen! Martina Helmcke, Geschäftsführerin der Initiative für Beschäftigung, zum Projekt BQN Ostwestfalen-Lippe

| | Die Region Ostwestfalen-Lippe muss ihre Anstrengungen zur Integration und Qualifizierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund steigern und effektivieren, wenn sie zukunftsfähig sein will. |
Die Arbeit, die seit dem Start des Beruflichen Qualifizierungsnetzwerks in 2004 geleistet wurde, hat beachtliche Fortschritte gebracht. Nun steht auf der Agenda, diese Innovationen über den Mitte 2006 endenden Projektzeitraum hinaus fortzusetzen und zu verstetigen. Ostwestfalen-Lippe kann auf die Potenziale gut ausgebildeter Jugendlicher mit Migrationshintergrund nicht verzichten. Die zunehmende Internationalisierung der Märkte, der demographische Faktor und die Anforderungen einer wissensbasierten Gesellschaft verlangen von den AkteurInnen im Bildungs- und Ausbildungsmarkt einen Perspektivwechsel und ein abgestimmtes Handlungskonzept anstelle punktueller Einzelmaßnahmen. ...mehr lesen Weitere Infos für BQN-NetzwerkpartnerInnen zur Konferenz am 26.01.2006 (Klick) |
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25.01.2006 Das BLK- Programm FÖRMIG wird auch in Bielefeld/Herford umgesetzt FÖRMIG steht für FÖRderung von Kindern und Jugendlichen mit MIGrationshintergrund: Das neue Modellversuchsprogramm der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Insgesamt zehn Bundesländer beteiligen sich daran. Das Fördervolumen beträgt 12,5 Millionen Euro und wird zur Hälfte von den teilnehmenden Bundesländern und zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgebracht. Die wissenschaftliche Programmbegleitung wurde dem Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg übertragen. Infos zum Evaluationskonzept von FÖRMIG . Die FÖRMIG-Projekte haben drei Themenschwerpunkte: - Sprachförderung auf der Basis individueller Sprachstandsfeststellung,
- kooperative Sprachförderung in allen Bereichen des Unterrichts,
- Sprachförderung beim Übergang in den Beruf.
Die Schwerpunkte setzen an den biografischen Schnittstellen im Bildungswesen an und konzentrieren sich auf ausgewählte Regionen. In Düsseldorf, Bielefeld und Herford wird zum Thema Sprache in der beruflichen Qualifizierung und regionalen Ausbildungsverbünden (Modul 7) gearbeitet. Infos über Struktur und Vorhaben in NRW (Klick) Im Oktober fand im Bielefelder Rathaus eine gut besuchte Auftaktveranstaltung zu FÖRMIG statt. Mehr Informationen zum Projekt in Bielefeld/Herford (Klick) |
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24.01.2006 Bielefelder Girls' Day-Arbeitskreis setzt auch in 2006 auf interkulturelle Kompetenzen  | | Am 11. Januar tagte der Girls' Day-Arbeitskreis im Bielefelder Rathaus, um sich über die Planungen für das Jahr 2006 zu beraten. Foto von der Staffelstabübergabe im Januar 2005 |
Auf dem Foto: Schirmfrau 2004 Lena Strothmann, Schirmfrau 2005 Cemile Gündogdu und die Koordinatorin des Bielefelder Girls' Day Gabriele Sonnenberg. Ilse Buddemeier, Leiterin des Frauenbüros, ist nun für die Organisation zuständig. Gabriele Sonnenberg, Koordinatorin des Girls' Day der Jahre 2004 und 2005, ist Ende des Jahres als neue Leiterin in die RAA gewechselt. Durch die angekündigten Kürzungen bei den Regionalstellen Frau und Beruf durch das Land NRW sind die Kapazitäten der frauenpolitischen Akteurinnen eingeschränkt. Dennoch will der Arbeitskreis alle Kräfte bündeln und wieder ein attraktives Angebot für die Mädchen schaffen.  | | Der Arbeitskreis entschied sich erfreulicherweise für die Fortsetzung des Mottos des Vorjahres: "Zukunft in der Vielfalt" und will erneut insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund bei ihrer Berufswahlorientierung gezielt unterstützen. Auch diesmal soll ein Berufsparcours in der Ravensberger Spinnerei organisiert werden. |
 | | Weiterhin werden Unternehmen und auch gezielt Betriebe von Zugewanderten angesprochen, damit sie im April ihre Türen für Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 öffnen. Derzeit laufen zudem die Vorgespräche zur Auswahl einer Schirmfrau für das Jahr 2006. |
 | | Foto: Der Berufsparcours in der Ravensberger Spinnerei stieß im Jahr 2005 auf ein großes Echo. Motiviert durch das Motto "Zukunft in der Vielfalt", Cemile Gündogdu, selbstständige Unternehmerin und Schirmfrau sowie durch den breit gestreuten Ankündigungsflyer beteiligten sich auch viele Mädchen mit Migrationshintergrund. |
Die Handwerkskammerpräsidentin Lena Strothmann nahm im Jahr 2004 erstmals diese Rolle ein. Im Januar 2005 übergab sie in der Handwerkskammer OWL den Staffelstab an Cemile Gündogdu, für die sich der Arbeitskreis einstimmig entschieden hatte. |
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14.01.2006 Das 1. Bielefelder Elternforum "Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder" lockte viele ins Rathaus  | | Über ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in Bielefeld haben einen Migrationshintergrund. Wie gut sie ausgebildet sind und welche Wege ihnen offen stehen, ist von großer Bedeutung für unsere Gesellschaft. |
 | | Mit dem 1. Bielefelder Forum für Eltern ausländischer Herkunft wollten die VeranstalterInnen eine neue Form der Information und Beteiligung ermöglichen. Das Konzept ging auf - viele Interessierte kamen am 14.01.2006 ins Bielefelder Rathaus. Programmflyer |

| | Mit Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der NRW-Landesregierung, Tim Kähler, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, Harald Drescher, Schulrat und Vertreter des Schulamts für den Kreis Herford und des Schulamts für den Kreis Bielefeld uv.a.m. waren wichtige AkteurInnen an der Veranstaltung beteiligt. Die Begrüßung und Gesamtmoderation war mit Gabriele Sonnenberg, Leiterin der RAA und Cemalettin Özer, Projektleiter des BQN Ostwestfalen-Lippe durch ein interkulturelles Team vertreten.
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Auch anderswo wurden bereits kommunale Elternforen und Elternkongresse mit dem Ziel verbesserter Integration durchgeführt.  | | Wichtig für den Erfolg dieser Veranstaltungsform ist ein Perspektivwechsel, eine Kultur der Anerkennung von Heterogenität sowie eine aktive Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund auf gleicher Augenhöhe. Hier das Beispiel Gelsenkirchen vom März 2005 (mit Dokumentation) Klick zum Einladungsflyer |
Zwei Jahre dauerte die Entwicklung und Diskussion eines kommunalen Integrationskonzeptes in der Stadt Gelsenkirchen, das im Rat verabschiedet werden soll (Klick). Ein Prozess, den viele Kreise und Kommunen in OWL noch vor sich haben... Weitere Infos: siehe im "Handbuch für Kommunen. Integrationsarbeit effektiv organisiert", erstellt im Auftrag des ehemaligen Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen (153 Seiten, PDF, 775 KB) Hinweis auf folgenden Text vom Februar 2005: "Die Zukunft der Städte ist multiethnisch und interkulturell. Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums zu Migration, Integration und Jugendhilfe" (Klick) |
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12.01.2006 Serhat Karakayali: "Lotta Continua in Frankfurt, Türken-Terror in Köln" Um "Migrantische Kämpfe in der Geschichte der Bundesrepublik" geht es im Beitrag von Serhat Karakayal, der einer der Aufsätze in der Bernd Hüttner, Gottfried Oy, Norbert Schepers herausgegebenen Publikation "Vorwärts und viel vergessen. Beiträge zur Geschichte und Geschichtsschreibung neuer sozialer Bewegungen". Man muss sich schon etwas für historische und sozialogische Aspekte interessieren. Ist das so, dann wird es aber richtig interessant. Einige Sätze aus der Einleitung zum Anlesen:...  | | "Zwischen einer Praxis, die darin besteht die Geschichte zu schreiben" und der, Geschichten zu erzählen", besteht ein Unterschied, den manche als einen Epochenbruch ansehen würden. Die Vorstellung eines linearen, fortschreitenden Verlaufs von Geschichte, samt Finalität und großem Subjekt, ist im Zusammenhang mit den Debatten um die Postmoderne vielfach diskutiert worden. Für den Kontext der Geschichte der Kämpfe der MigrantInnen in Deutschland spielen jene Fragen nur eine untergeordnete Rolle. | Entscheidend für den Unterschied, um den es hier geht, ist der politische Kontext und die damit verbundenden Fragen von Subjektivität und politischer Identität. Die Entdeckung und Wiederentdeckung jener Kämpfe war Teil des Konstitutionsprozesses des antirassistischen Netzwerks kanak attak und hatte darin eine praktische und eine theoretische Dimension. Praktisch war es vor allem für einen migrantischen Antirassismus notwendig, sich in eine Tradition stellen und aus der Geschichte ihrer Erfolge und Niederlagen lernen zu können. Notwendig war eine solche Traditionslinie zudem auch, um das Bild der MigrantInnen allein als Objekte und Opfer von Rassismus zu dekonstruieren. Auf theoretischer Ebene ging es um eine Historisierung, die zeigen sollte, dass der Rassismus in der Geschichte nicht immer die gleichen Gruppen auf die gleiche Weise unterwirft und damit auch die Niederlagen und Erfolge von antirassistischen Kämpfen den Rassismus immer wieder verändern. Rassismus sollte so als ein soziales Verhältnis fassbar werden, in dem die Kämpfe im Mittelpunkt stehen und nicht die durch den Rassismus produzierten Identitäten (vgl. Bojadijev 2002 und 2003). Für die Arbeit von kanak attak hat sich dieser Zugang als sehr fruchtbar erwiesen: Die gegenwärtig stattfindenden Veränderungen des Migrationsregimes oder die Änderungen bezüglich des Staatsbürgerschaftsrechts konnten so in ihren historischen Verbindungen gesehen werden. Aus dieser Perspektive etwa entwickelte kanak attak die Kritik am Begriff der Integration, der im Angesicht der historischen Kämpfe als nichts anderes erscheinen muss, als die Forderung nach individueller Anpassung, ein bloßes Versprechen, das verdeckt, dass die meisten MigrantInnen in der Bundesrepublik entrechtet leben und dass sie, historisch gesehen, schon immer gegen diese Entrechtung gekämpft haben. Zwei der sicherlich berühmtesten Beispiele aus der nahezu unbekannten Geschichte migrantischer Kämpfe sollen verdeutlichen, wie die angesprochenen historischen Verbindungslinien zum aktuellen Migrationsregime gezogen werden können...". (mehr lesen) Und weil hier eine Debatte angestoßen wurde, die eine Fortsetzung sucht, seien hier noch folgende Anmerkung zum Entstehenszusammenhang der Publikation zitiert: "Die Initiative zu diesem Band und der ihm vorangegangenen Tagung im Oktober 2004 in Bremen entsprang außerakademischem Engagement. Als Nachfolgeveranstaltung von making history, einer unter anderem vom Arbeitskreis Kritische Geschichte 2003 in München ausgerichteten Tagung zu Positionen und Perspektiven kritischer Geschichtswissenschaft,(1) war Vorwärts und viel vergessen Fachtagung zur Geschichte sozialer Bewegungen in Bremen Ausgangspunkt einer kritischen Debatte über Chancen und Grenzen einer Bewegungsgeschichtsschreibung, deren erste, sicherlich lückenhafte Zwischenergebnisse nun in diesem Band vorliegen. Bewusst greifen wir dabei auf Ansätze, die innerhalb und außerhalb der Akademie entwickelt wurden, zurück, ohne das eine als bewegungsfernes Herrschaftswissen oder das andere als unwissenschaftliche Selbstbeweihräucherung zu diffamieren. Nicht gelungen ist uns dabei allerdings, die Hegemonie männlicher, akademisch sozialisierter Geschichtsschreiber zu brechen. Auch die eingeforderte Alltagsorientierung der Geschichtsschreibung zeigt sich nur in wenigen Beiträgen.
Die 13 Beiträge, die der Band enthält, decken somit zwar nicht die ganze Bandbreite einer Bewegungsgeschichte, wie wir sie uns wünschen würden, ab, repräsentieren aber dennoch maßgebliche Teile. Widmen sich einige der Beiträge beispielhaft der konkreten Geschichte neuer sozialer Bewegungen (Ilse Lenz und Brigitte Schneider, AG Grauwacke, Rainer Wendling, Gottfried Oy und Christoph Schneider), so thematisieren andere politische Bedingungen und (Miss-)Erfolge politischer Bewegungen (Gottfried Oy, Thomas Kunz, Serhat Karakayali, Stephan Grigat, Bernd Hüttner) oder die theoretischen und methodischen Voraussetzungen und Fallstricke einer Auseinandersetzung mit der Geschichte neuer sozialer Bewegungen und der radikalen, undogmatischen Linken (Imma Harms, Sebastian Haunss, Dirk Lange, Sergio Bologna). Wir hoffen, zumindest einen Eindruck davon zu vermitteln, auf welchen Feldern interessante Ansätze verfolgt werden, welche Themen derzeit in der Diskussion sind und woran sich die Geschichtsarbeit zukünftig orientieren kann und wünschen uns eine rege Debatte über die zur Diskussion gestellten Ansätze und Thesen.(2) Allen, die zum Zustandekommen des Buches beigetragen haben, insbesondere den AutorInnen, dem Verlag sowie der Rosa Luxemburg Stiftung namentlich Dr. Florian Weis und Dr. Lutz Kirschner für die finanzielle Unterstützung, sei herzlich gedankt. Anmerkungen: 1 Siehe Richard Heigl, Petra Ziegler, Philip Bauer (Hg.) 2005: Kritische Geschichte. Perspektiven und Positionen, Leipzig und www.kritische-geschichte.de. 2. Ein Ort dieser Debatte ist die Mailingliste des Netzwerks Kritische Geschichte (Subskription über www.kritische-geschichte.de )." (Zitat Ende) |
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Böhmer legt 7. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor mehr
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