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24.01.2006
(v.l.) Lena Strothmann, Cemile Gündogdu und Gabriele Sonnenberg bei der Staffelstabübergabe im Januar 2005 (Foto: Birgit Ebel) Cemile Gündogdu, Schirmfrau des Bielefelder Girls Day 2005 - Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte: Auf Grund meiner Biographie entschied sich der Arbeitskreis für mich als Schirmfrau 2005. Mein Beispiel sollte als Vorbild und Ermutigung für die Zielgruppe dienen und auch die mediale und gesellschaftliche Öffentlichkeit auf die wirtschaftlichen Erfolge und Berufskarrieren von MigrantInnen hinweisen. Meine Eltern gehören zur Generation der sogenannten Gastarbeiter. Mein Vater arbeitete in Bielefeld in der Metallindustrie, meine Mutter als Fabrikarbeiterin, später als Reinigungskraft, um den Lebensunterhalt für acht Töchter und einen Sohn zu sichern. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen war ihnen eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder immens wichtig. Ich lebte noch bei meinen Großeltern, besuchte bis zur 3. Klasse eine Grundschule in meiner türkischen Heimatstadt Tunceli und kam erst 1972 nach Deutschland. Von der Hauptschule wechselte ich mit einem Qualifikationsvermerk zum Bielefelder Helmholtz-Gymnasium. Dort war ich eine der ersten MigrantInnen. Sieben meiner Geschwister studierten in der Türkei, während ich in Bielefeld neun Semester BWL, parallel Sozialarbeit an der FH und später an der Uni noch Deutsch als Fremdsprache studierte. Kulturelles und soziales Engagement hat meinen Weg entscheidend geprägt. Mein Anerkennungsjahr als Sozialarbeiterin absolvierte ich am Theaterlabor. 1986 kandidierte ich für den Ausländerbeirat der Stadt Bielefeld und wurde als einzige Frau gewählt. Im Landesausländerat NRW war ich anschließend vier Jahre stellvertretende Vorsitzende. 1990 habe ich mich mit einem Dolmetscherbüro selbstständig gemacht. Als Mitglied des IKN OWL e.V., dem Interkulturellen Netzwerk OWL von UnternehmerInnen und AkademikerInnen, freute ich mich sehr, dass wir beim BQN-Ideenwettbewerb für unser Konzept Miteinander in Vielfalt den 2. Preis gewonnen und damit eine finanzielle Unterstützung als auch eine öffentliche Wertschätzung in unserer Bildungs-und Kulturarbeit erfahren haben."
Fotos: Birgit Ebel |
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