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Magazin Juni 2004

24.01.2006 
Bielefelder Girls' Day-Arbeitskreis setzt auch in 2006 auf interkulturelle Kompetenzen
Am 11. Januar tagte der Girls' Day-Arbeitskreis im Bielefelder Rathaus, um sich über die Planungen für das Jahr 2006 zu beraten. Ilse Buddemeier, Leiterin des Frauenbüros, ist nun für die Organisation zuständig. Gabriele Sonnenberg, Koordinatorin des Girls' Day  der Jahre 2004 und 2005, ist Ende des Jahres als neue Leiterin in die RAA Bielefeld gewechselt. Der Arbeitskreis entschied sich einstimmig für die Fortsetzung des Mottos des Vorjahres: "Zukunft in der Vielfalt" und will erneut insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund bei ihrer Berufswahlorientierung gezielt unterstützen. (Flyer mit dem Programm des Bielefelder Girls' Day 2005, PDF, 112 KB)

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/Themenbereiche/Grafiken Girls-Day/2005_Girls-Day-Bi-076_150px.jpg Auch diesmal soll ein Berufsparcours in der Ravensberger Spinnerei organisiert werden. Weiterhin werden Unternehmen und auch gezielt Betriebe von Zugewanderten angesprochen, damit sie im April ihre Türen für Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 öffnen.
Derzeit laufen zudem die Vorgespräche zur Auswahl einer Schirmfrau für das Jahr 2006. Die Handwerkskammerpräsidentin Lena Strothmann nahm im Jahr 2004 erstmals diese Rolle ein. Im Januar 2005 übergab sie in der Handwerkskammer OWL den Staffelstab an Cemile Gündogdu, für die sich der Arbeitskreis einstimmig entschieden hatte.

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(v.l.) Lena Strothmann, Cemile Gündogdu und Gabriele Sonnenberg bei der Staffelstabübergabe im Januar 2005 (Foto: Birgit Ebel)

Cemile Gündogdu, Schirmfrau des Bielefelder Girls’ Day 2005 - Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte:

/Themenbereiche/Grafiken Girls-Day/2005_Girls-Day-Bi-085_150px.jpg „Zukunft in der Vielfalt“ lautete das Motto der gelungenen Veranstaltungen, die der Bielefelder Girls’Day-Arbeitskreis in 2005 organisierte, um insbesondere Schülerinnen mit Migrationshintergrund bei ihrer Berufsorientierung zu unterstützen und die Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen.
Das Konzept war so erfolgreich, dass es in 2006 fortgesetzt wird.

Auf Grund meiner Biographie entschied sich der Arbeitskreis für mich als Schirmfrau 2005. Mein Beispiel sollte als Vorbild und Ermutigung für die Zielgruppe dienen und auch die mediale und gesellschaftliche Öffentlichkeit auf die wirtschaftlichen Erfolge und Berufskarrieren von MigrantInnen hinweisen.

Meine Eltern gehören zur Generation der sogenannten Gastarbeiter. Mein Vater arbeitete in Bielefeld in der Metallindustrie, meine Mutter als Fabrikarbeiterin, später als Reinigungskraft, um den Lebensunterhalt für acht Töchter und einen Sohn zu sichern. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen war ihnen eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder immens wichtig.

Ich lebte noch bei meinen Großeltern, besuchte bis zur 3. Klasse eine Grundschule in meiner türkischen Heimatstadt Tunceli und kam erst 1972 nach Deutschland. Von der Hauptschule wechselte ich mit einem Qualifikationsvermerk zum Bielefelder Helmholtz-Gymnasium. Dort war ich eine der ersten MigrantInnen. Sieben meiner Geschwister studierten in der Türkei, während ich in Bielefeld neun Semester BWL, parallel Sozialarbeit an der FH und später an der Uni noch Deutsch als Fremdsprache studierte.

Kulturelles und soziales Engagement hat meinen Weg entscheidend geprägt. Mein Anerkennungsjahr als Sozialarbeiterin absolvierte ich am Theaterlabor. 1986 kandidierte ich für den Ausländerbeirat der Stadt Bielefeld und wurde als einzige Frau gewählt. Im Landesausländerat NRW war ich anschließend vier Jahre stellvertretende Vorsitzende. 1990 habe ich mich mit einem Dolmetscherbüro selbstständig gemacht.

Als Mitglied des IKN OWL e.V., dem Interkulturellen Netzwerk OWL von UnternehmerInnen und AkademikerInnen, freute ich mich sehr, dass wir beim BQN-Ideenwettbewerb für unser Konzept „Miteinander in Vielfalt“ den 2. Preis gewonnen und damit eine finanzielle Unterstützung als auch eine öffentliche Wertschätzung in unserer Bildungs-und Kulturarbeit erfahren haben."

(Quelle: Info Ausgabe 2/2006 des Beruflichen Qualifizierungsnetzwerk Ostwestfalen-Lippe, PDF,421 KB)

  • Der Bielefelder Girls' Day-Arbeitskreis trifft sich wieder am 8. Februar von 10-12.30 Uhr im Rathaus, Nahariya-Raum, Altes Rathaus, 1. Etage- Themen: 1. Vorstellungsrunde, 2. Schirmherrschaft, 3. Berufsparcours, 4. Rahmenprogramm, 5. Neue Wege für Jungs, 6. Sonstiges   - Infos und Anmeldung unter frauenfragen@bielefeld.de
  • Girls'Day Arbeitskreis Lippe: Auftakt am 21.02.2005 in Detmold (Klick)

Fotos: Birgit Ebel

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