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Magazin Juni 2004

Elternkongress „Zukunft gemeinsam gestalten“ in Gelsenkirchen, 12. März 2005

Programmablauf
Gesamtmoderation der Regionalveranstaltung: Birand Bingül, Journalist
9.30 h Stehcafe
10.00 h - Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski

  • Eröffnung der Veranstaltung durch den Integrationsbeauftragten des Landes NRW, Dr. Klaus Lefringhausen
  • Grußwort des türkischen Generalkonsuls, Herrn Alphan Þölen
  • Vorsitzender des Integrationsrates, Ali-Riza Akyol
  • Musikbeitrag

10.45 h – 12.30 h Arbeit in den Foren

Forum 1 Offene Ganztagsgrundschule unter Berücksichtigung der besonderen Belange von Kindern mit Migrationshintergrund

  • Moderation: Rifki Midik, GS Berger Feld
  • Referentin: Doris Frickemeier, RAA Dortmund
  • Praxisbeispiele: Marie-Luise Deutschmann, GGS Am Fersenbruch
  • Meral Kaya, GGS Turfstraße

Forum 2 Zwei- und Mehrsprachigkeit - Möglichkeiten der (Sprach-)Förderung in Familie, Tageseinrichtung und Schule

  • Moderation: Christiane Bainski, RAA-Hauptstelle
  • Referentin: Dr. Claudia Benholz, Universität Duisburg-Essen
  • Praxisbeispiele: Svetlana Weimer, Elternvertreterin
  • Aysel Daþdemir, Tageseinrichtung für Kinder Skagerrakstraße
  • Sieglinde Schwede, GGS Schonnebecker Straße

Forum 3 Eltern, Tageseinrichtung für Kinder und Schule – gleichwertige Partner in der Erziehung,

  • Moderation: Brigitte Becker, GS Berger Feld
  • Referent: Kadir Daðlar, Föderation Türkischer Elternvereine NRW e.V.
  • Praxisbeispiele: Betül Deriner, GGS Schonnebecker Straße
  • Angelika Mrowka, Tageseinrichtung für Kinder Julius-Frisch-Straße
  • Gülser Altuntaþ Elternvertreterin Gesamtschule Buer-Mitte

Forum 4 Übergang Schule-Beruf

  • Moderation: Mustafa Cetinkaya, DTF
  • Referentin: Ursula Kreft, BQN Emscher-Lippe
  • Praxisbeispiele: Erhan Baz, Mr. Chicken
  • Liselotte Schäfers, Agentur für Arbeit

Forum 5 Was brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung?

  • Moderation: Dr. Wilfried Reckert, Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz
  • Referentin: Nuran Kafalý, Dipl.Soz.Päd., Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin i.A.
  • Praxisbeispiele: Tohit Yildiz, Logopäde
  • Heidi Knittig, Lebenshilfe e.V. -Frühförderung

12.30 h Mittagspause
13.30 h Kulturbeitrag
13.45 h Vorstellung der Ergebnisse aus den Foren
14.30 h Perspektiven und Ausblick- Diskussion mit Experten und Elternvertretern
14.50 h Kulturbeitrag
15.00 h Ende der Veranstaltung

(Zitiert:) Ein Wort zuvor…

Es waren türkische Frauen aus dem Stadtteil Hassel, die mit der Bitte an uns herantraten einen Elternkongress in Gelsenkirchen durchzuführen. Sie waren Teilnehmerinnen des ersten auf Landesebene organisierten Elternkongresses im Februar 2004 in Essen. Diese Frauen fühlten sich mit ihren Ängsten und Sorgen erstmalig von der Politik wahr- und ernst genommen und haben die Möglichkeit genutzt, mit Fachleuten und Wissenschaftler/innen darüber ins Gespräch zu kommen, haben aber auch ihr großes Interesse bekundet, sich mit all ihren Erfahrungen an der Debatte um die Zukunft ihrer Kinder zu beteiligen.

Die Mütter wissen und haben es selbst erlebt, dass sich ihr eigenes Engagement in Sachen Bildung und Erziehung positiv auf die schulischen Leistungen ihrer Kinder auswirkt. Ich danke den Frauen für die Idee und den Eltern, die im Vorfeld die für Gelsenkirchen typischen Fragen und Problemfelder herausgearbeitet haben und damit die Themen der fünf Foren bestimmten.

Ein Dank an dieser Stelle auch den Referent/innen, Moderator/innen, Fachfrauen und Fachmännern aus der Praxis, die vorhandene positive Handlungsansätze aufzeigten, mit den Eltern über Bildungs- und Erziehungsfragen diskutierten und Anregungen zur Nachahmung gaben.

In allen Foren wurde für eine aktive Begleitung und Unterstützung geworben und die Eltern als gleichberechtigte Partnerinnen und Partner aufgefordert, die Chancen und Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache und der Förderung der Muttersprache ebenso wie die vielfältigen Förderangebote des offenen Ganztags und eine gut vorbereitete Berufswahl als Grundlage für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu nutzen.

Im offenen, großzügigen und hellen Raum der Glasarkade des Wissenschaftsparks haben viele Institutionen mit einem Markt der Möglichkeiten über Praxisprojekte im Bereich der Elternarbeit und über Bildungswege in Gelsenkirchen informiert und Expertinnen und Experten von Erziehungsberatungs- und Frühförderstellen kompetent beraten. Auch diesen Akteurinnen sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich Dank ausgesprochen.

Nicht zuletzt sei an dieser Stelle dem Integrationsbeauftragten des Landes, Herrn Dr. Klaus Lefringhausen, gedankt, der mit seiner landesweiten Initiative diese Form der Beteiligung von Eltern ins Leben rief und uns bei der Vorbereitung und Durchführung behilflich war. Wir bedanken uns ebenfalls bei den Kolleginnen und Kollegen vom Referat Kinder, Jugend und Familie sowie dem Gelsenkirchener Migrantenverein (GEMI) für die aktive Mitgestaltung des Kongresses.

Nicht nur der Wissenschaftspark mit seinem einzigartigen Ambiente und die o.g. Akteure haben zum Gelingen dieses Elternkongresses beigetragen, sondern es waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst, die ihre Sorge um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen zum Ausdruck brachten, aber auch ihre berechtigten Wünsche und Forderungen formulierten.

Mit diesem Kongress haben wir eine weitere Chance genutzt und Impulse gesetzt, das Thema der Beteiligung von Eltern und Elterninitiativen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt öffentlich zu machen und positiv zu diskutieren.

Wir sind auf einem richtigen Weg und es bleibt noch viel zu tun.

Gabriele Ihde, Leiterin der RAA

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