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Magazin Juni 2004

Berufliches Qualifizierungsnetzwerk (BQN)
Ostwestfalen-Lippe
 (Klick)





08.05.2006
Was tut sich im Einwanderungsland Deutschland?
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Eine kleine Presse- und Webmedienauswahl zeigt die Unzulänglichkeiten im Umgang mit Migration - aber auch die gewachsene Struktur und das Empowerment der MigrantInnen:

Interview bei Bildung PLUS mit Dr. Ertekin Özcan „Man hat angefangen, über unsere Forderungen zu diskutieren“.
/Grafiken/Grafiken_18/Schule_250px.jpg "Bildung PLUS: Herr Dr. Özcan, als Bundesvorsitzender der FÖTED, der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland, haben Sie die Entwicklungen im bildungspolitischen Bereich im Blick.
Hat sich an der Situation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund seit dem PISA-Schock etwas verbessert? Özcan: Die Situation der Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich nicht wesentlich verbessert. Immer noch verlassen etwa 59 Prozent der Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache am Ende der zehnjährigen Schulpflicht die Schule ohne Abschlüsse oder mit einem einfachen Hauptschulabschluss. Der Anteil deutscher Schülerinnen und Schüler liegt bei etwa 30 Prozent. Diese beiden Gruppen haben immer noch keine Chance, einen Ausbildungsplatz zu finden...." (mehr lesen)
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Fotos oben: Momentaufnahmen während  "Was sprichst du?", Debatte der taz-nrw vor Ort in Bielefeld

  • Dokumentation der "Zwischenkonferenz Integration in OstwestfalenLippe" am 21.03.2006 im Rathaus Bielefeld (Klick) siehe z.B.:
    • Input für den Workshop Schule: "Situation von MigrantInnen an Schulen. Was tun?" am 21.03.2006 von Werner Möller-Tacke (Klick)

    • Kernforderungen des Workshops Schule als Ergebnis der Debatte (Klick)

    • "Integration als Zukunftsaufgabe. Ergebnisse eines Modellprojekts Projekt: Curriculum - Netzwerk für Integration Laufzeit 01.10.04 – 31.12.2005, Input von Yasin Sever am 21.3.2006 (Klick)

  • Lisa Britz auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung: "Bildung und Integration: Integration geschieht vor allem durch Bildung. Allerdings sind Migrationsjugendliche weniger erfolgreich in Schule und Ausbildung als deutsche Jugendliche. Bislang ist unser Bildungssystem unzureichend an die Erfordernisse einer Einwanderungsgesellschaft angepasst....."(mehr lesen)
  • Cornelia Kristen: "Ethnische Diskriminierung in der Grundschule? Die Vergabe von Noten und Bildungsempfehlungen", in "Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 2006: 58, Heft 1, S. 79-97. : "Das nachteilige schulische Abschneiden von Zuwandererkindern wird regelmäßig mit ethnischen Diskriminierungen seitens der Schule in Verbindung gebracht. Obwohl sich zeigen lässt, dass die Diskriminierung keine Schlüsselrolle in einer Erklärung ethnischer Bildungsungleichheiten spielt, ist noch immer unbekannt, welche Bedeutung ihr genau zukommt. Dieser Frage wird am Beispiel des ersten Bildungsübergangs nachgegangen...." (mehr lesen)

  • In der von Mechthild Gomolla und Frank-Olaf Radtke im Jahr 2002 vorgelegten Fallstudie eines lokalen Schulsystems am Beispiel von Bielefeld wurden bereits Mechanismen einer „institutionellen Diskriminierung“ von der Aufnahme bis zum Abschluss durch die Selektionspraxis der Schulen dargestellt. Sie identifizierten die Herstellung von ethnischer Differenz in der Schule als Ergebnis des Zusammenwirkens von ausländerpolitischen Vorgaben, den organisatorischen Strukturen vor Ort, bildungspolitischen Rahmenbedingungen, Organisationszwängen, etablierten pädagogischen Praktiken der jeweiligen Schulen sowie den Erklärungsmustern über „Kulturdifferenz“ mit denen (Vor-) Entscheidungen über den Verlauf einer Bildungskarriere getroffen werden. In dieser als Modellanalyse konzipierten Untersuchung ging es nicht um die besonderen Verhältnissse in Bielefeld, sondern um das „Wie“ der Diskriminierung. Das heißt, im Fokus stand die exemplarische Rekonstruktion von Diskriminierungsmechanismen, die in vergleichbaren Städten oder für NRW ebenso Geltung beanspruchen kann.

  • "Bildungsreserve Migration. Plädoyer für eine Lokale Bildungspolitik", von Frank-Olaf Radtke (Klick)

  • Georg Auernheimer: Unser Bildungssystem - für die Einwanderungsgesellschaft disfunktional

  • GEW: „Wir brauchen ein integratives Schulsystem“ - Berufliche Perspektiven für junge Menschen - Absurde Zwangs- und Abschiebungsdebatte beenden" (mehr lesen

  • Marianne Demmer, stv. GEW-Vorsitzende und Schulexpertin, zur Auseinandersetzung um die Frage "Deutsch auf deutschen Schulhöfen" (Klick)

  • Editorial im Schwerpunktbereich "Interkulturelles Management/Verwaltungsreform", Kommunalpolitische Infothek der Heinrich Böll Stiftung  "Zwischen Integration und Diversity. Integrationskonzepte in Kommunen",  von Sabine Drewes  (mehr lesen)

  • Lesen Sie den Fachtext "Integration von Zuwanderern – Beste Konzepte der Kommunen" über die Ergebnisse des bundesweiten Wettbewerbs "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspolitik", von Alexander Thamm (mehr lesen)

  • "Bunt und weiblich". Eine Auswertung der Wahlergebnisse (2005) der kommunalen MigrantInnenvertretung (mehr lesen)

  •  Am 26.10.1996 wurde die LAGA, die Landesarbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Nordrhein-Westfalen in Oberhausen gegründet. (mehr zur Geschichte der LAGA sowie ein Link zu Publikationen)

  • Mit Kyriaki Argyriadou aus Bielefeld als stellvertretende Vorsitzende und Engin Sakal aus Paderborn als Kassierer sind zwei MigrantInnen aus der Region Ostwestfalen-Lippe im Vorstand der LAGA, der Landesarbeitsgemeinschaft der kommualen Migrantenvertretungen aus NRW im Vorstand. Engin Sakal ist auch LAGA-Vertreter in der lfm, der Landesanstalt für Medien.
    Der LAGA-Vorsitzende Tayfun Keltek war neben anderen Beteiligten kürzlich Referent bei einer gut besuchten Podiumsdebatte der taz nrw im IBZ Bielefeld zum Thema: "Was sprichst du?", die anlässlich der Auseinandersetzungen um eine öffentlich geforderte Deutschpflicht  auf Schulhöfen, in Fitnessstudios und anderswo geführt wurde (mehr lesen)

  • "Erfolgreiche Bildung für alle. Integration durch bessere Bildung", Bildungspolitisches Papier der Arbeitsgruppe „Bildung“ des Migrationsrates der Stadt Bielefeld. Auf Initiative des BQN-Fachbeirats wurde dieses Papier erarbeitet und am 25.05.2005 bei zwei Enthaltungen einstimmig im Migrationsrat beschlossen (PDF, 55 KB) Die vielen Einzelmaßnahmen, die im vorschulischen und schulischen Bereich von verschiedenen Trägern organisiert werden, sollen zur Steigerung der Effektivität im Rahmen einer Gesamtstrategie sinnvoll miteinander koordiniert werden. Das Papier enthält Leitbilder sowie bildungsbereichsübergreifende Zieldefinitionen und konkrete kurzfristige und langfristige Maßnahmen.

    



OWL ist auf dem Weg...."Zwischenkonferenz Integration in OstwestfalenLippe"
/Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwiKo_1_150px.jpg Am 21.03.2006 veranstalteten die Bezirksregierung Detmold und die Regionalagentur-OWL eine sogenannte "Zwischenkonferenz Integration" im Rathaus Bielefeld.
An der Veranstaltung nahmen etwa 200 Interessierte teil. Im Plenum wurde u.a. über das Thema "Integration als Zukunftsaufgabe. Ergebnisse eines Modellprojekts Projekt: Curriculum - Netzwerk für Integration Laufzeit 01.10.04 – 31.12.2005 referiert (Input von Yasin Sever) (Klick)  In mehreren Workshop wurden weitere themenbezogene Vorträge gehalten.
/Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-042_150px.jpg Was während der Rahmenveranstaltung auf Grund eines engen Zeitplans zu kurz kam - das Diskutieren - fand in diesen Workshops statt. Ergebnisse der Diskussionen wurden in der nun auf der Website der Regionalagentur-OWL vorliegenden Dokumentation berücksichtigt ( mehr unter diesem externer Link.) 

Die „Zwischenkonferenz Integration“ sollte gemäß Ankündigung folgende Möglichkeiten bieten:
- exemplarisch darzustellen, was in der Region in einzelnen Integrationsfeldern erreicht worden ist;
- gemeinsam zu erarbeiten, wo die künftigen inhaltlichen Schwerpunkte für unsere Region liegen;
- Kontakte zu knüpfen und zu vermitteln;
- mit VertreterInnn von Migrantenselbstorganisationen ins Gespräch zu kommen,
- Präsentationsflächen, auf denen sich die Projektträger vorstellen (mehr zum Programm)

Hier einige  Auschnitt der Ergebnisse und Präsentationen der Workshops sowie Momentaufnahmen.

Im Workshop Schule referierten Werner Möller-Tacke, Lehrer an Hauptschule Meierfeld Herford, zuständig für die Koordinationsstelle Zuwandererbeschulung beim Schulamt Kreis Herford sowie lokaler BLK-Koordinator für FÖRMIG, weiterhin Annegret Deimel, Oberstudienrätin und Projektleiterin bei der Bezirksregierung Detmold zum Thema Sprachförderung an Berufskollegs, Adem Bayran vom Paderborner Verein Regenbogen. Das Ergebnis in Kürze: Deutsch als Zweitsprache muss in den Schulen implementiert werden und Bestandteil der Ausbildung von LehrerInnen werden (siehe auch weitere Ausführungen unter dem Link zu den Kernforderungen). Zum genaueren Nachlesen:

  • Input für den Workshop Schule: "Situation von MigrantInnen an Schulen. Was tun?" am 21. 03.2006 von Werner Möller-Tacke (Klick)
  • Input von Annegret Deimel über das Kompetenzfeld Sprache und Soziale Integration
  • Kernforderungen des Workshops Schule als Ergebnis der Debatte (Klick)

/Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-052_150px.jpg 1.  /Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-031_150px.jpg 2.

 /Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-077_150px.jpg3.  /Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration_Sever_150px.jpg4.

 /Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-103a_150px.jpg5.   /Themenbereiche/Grafiken Zwischenkonferenz Integration/ZwKo_Integration-101_150px.jpg6.
Fotos oben: Zwischenkonferenz Integration am 21.03.2006 im Bielefelder Rathaus  - Foto 1: Im Workshop Schule wird engagiert diskutiert, Foto 2: Werner Möller-Tacke referiert und moderiert, Foto 3: mit dabei Susanne Solinger und Stephanie Immich vom Projekt SPRUNG, Foto 4: Yasin Sever im Plenum, Foto 5: Emir Ali Sag vom Interkulturellen Büro Stadt Bielefeld, Werner Möller-Tacke, BLK-Koordinator von FÖRMIG Herford, Birgit Godehardt, Leiterin der Regionalagentur OWL und Annegret Deimel, Projektleiterin von SPRUNG, Foto 6: Die ModeratorInnen und ReferentInnen auf einen Blick. 

Im Workshop Demografie referierte Dr. Hans-Joachim Keil von der Bezirksregierung Detmold (Klick)  Sein Input beleuchtet die konkrete demografische Situation, belegt sie mit Zahlen und Schaubildern. (Die PDF-Datei umfasst 68 Seiten und 3,4 MB).

Im Workshop Verwaltung leisteten Jörg List, der Integrationsbeauftragte der Bezirksregierung Detmold und Emir Ali Sag vom Interkulturellen Büro Bielefeld und Geschäftsführer des Migrationsrates den Input zum Thema Integration und Verwaltung (Siehe Manuskript zum Vortrag). Das Ergebnis: Integration muss als Querschnittsaufgabe in Verwaltungen implementiert werden, MigrantInnen und ihre Organisationen müssen selbst eingebunden werden.

Im Workshop Wirtschaft und Arbeit referierten: Dr. Wolfgang Sieber, Regionalagentur OWL, Cemalettin Özer, Mozaik gGmbH, Andrea Daase, Fallmanagement Sprache, Arbeitsgemeinschaft Herford.  Folgende Vorträge wurden gehalten: Ethnische Ökonomie und Existenzgründung| BQN OstWestfalenLippe | Fallmanagement Arbeit und Sprache 1,2,3
In Stichpunkten wurden als Workshop-Ergebnisse folgende benannt: Unterstützung von Migrantenunternehmen auch durch migrantenspezifische Weiterbildungsangebote, differenzierte Ansätze in der Arbeitsmarktpolitik – vor allem im Bereich Arbeit und Sprache, Personal- und Organisationsentwicklung Herstellung von Kontakten und Kommunikation zwischen Mehrheit und Minderheiten, Verbesserung des Klimas...

  • Vorankündigung: Am 1. Juni findet im Rahmen des Projekts "Migrationsvernetzung im Kreis Herford" unter dem Titel "Cafe International" eine Konferenz in der Werretalhalle in Löhne von 19-22.00 Uhr statt. Bisher sind 135 Personen  angemeldet, die Veranstaltung ist aber auf 200 ausgerichtet. Die Anmeldung wurde darum bis zum 26.05.2006 verlängert (Flyer, PDF, 335 KB)

    





























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