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Magazin Juni 2004

Nachrichtenarchiv Juni 2005

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Neue Infomodule zu Integration von Migranten, E-Learning und zur Europäischen Zusammenarbeit in der Berufsbildung

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Berufliche Bildung beim Deutschen Bildungsserver ausgebaut

Drei komplett neue Informationsmodule bereichern seit Juni 2005 den Themenbereich Berufliche Bildung beim Deutschen Bildungsserver: Berufliche Integration von Migranten, Einsatz digitaler Medien in der Beruflichen Bildung und das Dossier über die Europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung. Mit den neuen Modulen, die sich an Ausbilder und Lehrer, Wissenschaftler und Fachleute der Beruflichen Bildung richten, ist das Informationsangebot des Bildungsportals in diesem Feld deutlich erweitert worden.

Berufliche Integration von Migranten

Neben zahlreichen Förderinitiativen und Beratungsstellen zur beruflichen Integration von Migranten sowie entsprechenden Studien, Aufsätzen und Portalen sind hier auch offizielle Beschlüsse und Empfehlungen von Ministerien zu finden; ein weiteres Kapitel fächert die Vielzahl bestehender Fördermaßnahmen, -programme und -projekte auf.

Mehr Infos finden Sie auf den Internetseiten des Bildungservers unter:
Home > Berufliche Bildung >Berufsbildungspolitik Berufliche > Integration von Migranten (
KLICK)

Einsatz digitaler Medien in der Beruflichen Bildung

Über 40 qualitativ geprüfte Links zeigen auf, wie im deutschsprachigen Raum digitale Medien in der Beruflichen Bildung eingesetzt werden. Das entsprechende Infomodul ist systematisch gegliedert nach didaktischen Arbeitshilfen für Ausbilder sowie konkreten Online-Unterrichtsmaterialien und Lernplattformen; es enthält Informationen über Beschlüsse, Fördermaßnahmen und Modellversuche und verweist auf Forschungen und Studien. Literaturlisten zu E-Learning und eine Sammlung einschlägiger Portale runden das Angebot ab.

Mehr Infos finden Sie auf den Internetseiten des Bildungservers unter:
Home > Berufliche Bildung > Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung. E-Learning (
KLICK)

Europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung

Das auch als "Kopenhagen-Prozess" bezeichnete Vorhaben geht auf eine Konferenz der Europäischen Bildungsminister 2002 in Kopenhagen zurück, auf der der Beschluss zu einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit im Sektor der beruflichen Bildung gefasst wurde. Das Dossier enthält allgemeine Übersichten, Informationen zum politischen Hintergrund der Initiative und stellt Instrumentarien zur Ermittlung von Qualifikationen und Leistungen im Kontext eines zukünftigen europäischen Qualifikationsrahmens in der Beruflichen Bildung vor.

Mehr Infos finden Sie auf den Internetseiten des Bildungservers unter:Home > Berufliche Bildung Europa und Internationales > Europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung/ Kopenhagen-Prozess (KLICK)

Informationen und Kontakt

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Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), 60486 Frankfurt/M., Schloßstr. 29, URL: www.dipf.de;
Renate Tilgner, Deutscher Bildungsserver,
E-Mail tilgner@dipf.de,
Tel. +49 (0) 69 . 24708 - 343,
Fax +49 (0) 69 . 24708 - 328
Öffentlichkeitsarbeit Informationszentrum (IZ) Bildung: Christine Schumann,
Tel. 0 69.24708-314,
Fax 0 69.24708-328,
E-Mail: schumann@dipf.de



Infoblatt zum Antidiskriminierungsgesetz

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Umgang mit Vielfalt – wie können Unternehmen davon profitieren?

Neue Richtlinien verbieten Diskriminierung und Belästigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft,einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität, Religion oder Weltanschauung.

Nach den neuen Richtlinien müssen alle Unternehmen Vorkehrungen treffen, um Diskriminierungen in diesen Bereichen im Vorfeld zu vermeiden.

Viele Menschen sind heute davon überzeugt, dass eine vielfältige Belegschaft sowohl für das Unternehmen als auch für die einzelnen

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Mitarbeiter gewinnbringend sein kann. So ist für viele Unternehmen die Beachtung der geplanten nationalen Rechtsnormen nur der erste Schritt in einem Prozess des Umdenkens, der weitere Maßnahmen zur Folge haben kann.

Aber eine vielfältige Belegschaft zahlt sich nicht automatisch für ein Unternehmen aus. Die Vielfalt muss effektiv gemanagt werden, um eine „Vielfaltsdividende“ zu erwirtschaften.

In einem Infoblatt der europaweiten Initiative „für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“, werden einführende Informationen zur Antidiskriminierungspolitik der Europäischen Union sowie praktische Ratschläge gegeben, wie Unternehmen und Einzelpersonen Diskriminierungen vermeiden und bekämpfen können.

Wenn sie mehr über die EU-weite Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ wissen wollen und weitere Informationen zur Situation in Ihrem Mitgliedsland benötigen, besuchen sie die Website: www.stop-discrimination.info

Das Infoblatt als Download finden Sie auf den Internetseiten der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (GIB) in Bottrop ( KLICK ... ).



Erfolgreiche Integration:
Vier Kommunen ausgezeichnet

Bertelsmann Stiftung und Bundesministerium des Innern zeichnen Kommunen aus

Bundesinnenminister Otto Schily, der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Prof. Heribert Meffert, und die Jury-Vorsitzende Dr. Lale Akgün (MdB) haben in Berlin die Preisträger der Wettbewerbs "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspolitik" ausgezeichnet. Prämiert wurden die Städte Stuttgart und Solingen, der Kreis Hersfeld-Rotenburg sowie die Gemeinde Belm. Für ihre vorbildliche Integrationspolitik erhalten sie insgesamt ein Preisgeld von 50.000 Euro.

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Otto Schily und Heribert Meffert

 

Hierzu erklärt Bundesinnenminister Otto Schily: "Wir sind auf den Erfolg der Integration von Zuwanderern angewiesen. Integration ist Voraussetzung für ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben. Über hundert Kommunen haben an dem Wettbewerb teilgenommen

und gezeigt, dass sie sich engagiert mit diesem Thema auseinandersetzen. Die große Bandbreite gelungener Initiativen ist eindrucksvoll und zeigt, dass unsere Gesellschaft die Aufgabe der Integration sehr aktiv anpackt."

Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung Professor Heribert Meffert betont: "Die erfolgreichen Kommunen begreifen Zuwanderer mit ihren Potenzialen und Talenten als Chance. Die Preisträger überzeugen durch ganzheitliche Integrationskonzepte, die den lokalen Anforderungen in besonderer Weise gerecht werden. Ein Erfolgsfaktor ist hierbei die aktive Beteiligung der Bürger an der Entwicklung und Umsetzung lokaler Strategien und Maßnahmen."

Die Preisträger

Die Gemeinde Belm und der Kreis Hersfeld-Rotenburg stehen für erfolgreiche Integrationskonzepte im ländlichen Raum. Belm und der Kreis Hersfeld-Rotenburg sehen sich seit Mitte der 90er Jahre einem großem Zuzug von Spätaussiedlern gegenüber.

 

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Otto Schily mit Preisträgern


Belm setzt in seiner Integrationsstrategie vor allem auf die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in den Wohngebieten.

Der Kreis Hersfeld-Rotenburg koordiniert die Förderung von Sprache, Bildung und Arbeit beispielhaft in einem Netzwerk für Integration.

Solingen als Repräsentant einer mittelgroßen Stadt erhält den Preis für sein interkulturelles Konzept, das auf eine aktive Beteiligung der Zuwanderer setzt. Dadurch schuf die Stadt Strukturen, die nachhaltig das friedliche Miteinander erhalten.

Die Großstadt Stuttgart überzeugte mit einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept, das Integrationspolitik unter anderem als Standortfaktor für internationale Unternehmen begreift.

Die Jury beurteilte die Bewerbungen anhand unterschiedlicher Qualitätskriterien: Mit welchen Strategien versuchen Städte und Kreise die Integration von Zuwanderern zu verbessern? Wie werden die Integrationsangebote vor Ort koordiniert? Werden Sprachangebote schon ab dem Kindergartenalter angeboten? Wie versuchen Kommunen Zugangsbarrieren in den Verwaltungen abzubauen?

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Von den 107 Kommunen, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben, hat sich die Jury 15 angesehen. "In den Bewerberstädten haben wir beeindruckende Einblicke erhalten. Sie zeigen, dass viele Kommunen Integration als zentrale Zukunftsfrage verstehen", sagt die Jury-Vorsitzende Dr. Lale Akgün, MdB.

Die prämierten Praxisbeispiele werden Ende des Jahres in einer Publikation dokumentiert und allen Kommunen zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Bertelsmannstiftung (KLICK ...)



Eine Million neue deutsche Staatsbürger

Integrationsbeauftragte Marieluise Beck informiert mit neuer Broschüre über Einbürgerung

Zur Neuauflage der Broschüre „ Wie werde ich Deutsche/r?“ erläutert die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck:

„Die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts war und ist ein wichtiger integrationspolitischer Schritt.

 

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Marieluise Beck

In den letzten fünf Jahren wurden aufgrund des neuen Einbürgerungsrechts mehr Menschen eingebürgert als in den zwanzig Jahren vor der Reform.Bis zum heutigen Tag dürfte die Zahl der Eingebürgerten über 800.000 liegen. Hinzu kommen über 200.000 Kinder ausländischer Eltern, die seither aufgrund des Geburtsrechtes die deutsche Staatsangehörigkeit erwarben. Damit sind über eine Million Menschen durch das neue Recht zu deutschen Bürgerinnen und Bürgern geworden.

Dies ist ein wichtiger Beitrag zur rechtlichen Integration, aber auch zur politischen Teilhabe in unserer demokratischen Gesellschaft. Die Kluft zwischen Wohnbevölkerung und Staatsvolk beginnt sich zu schließen.

Wir sollten diesen integrationspolitischen Weg weitergehen. Angesicht rückläufiger Einbürgerungen und einer recht unterschiedlichen Einbürgerungspraxis in den Ländern brauchen wir in unseren Städten und Gemeinden ein einbürgerungsfreundliches Klima, das Einbürgerungen befördert und aktiv über die Möglichkeiten des Erwerbs der deutschen Staatsbürgerschaft informiert.“

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Die aktualisierte Broschüre „ Wie werde ich Deutsche/r“ informiert Einbürgerungsinteressenten über die verschiedenen Wege zum deutschen Pass.

Weitere Informationen bietet die Website www.einbuergerung.de.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich und kann über die Website bestellt werden. Weitere Informationen zu Einbürgerungszahlen finden sich auch auf der Website www.integrationsbeauftragte.de



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Aktueller Leitfaden zur neuen Sozialgesetzgebung

Die Sozialberatung des Vereins Widerspruch e.V. hat für Ende Juni eine überarbeitete Auflage des Sozialhilfe-Leitfadens angekündigt. Da sich Anfang des Jahres viele Gesetze im Sozialrecht geändert haben, ist dies nötig geworden. Unter dem Titel "Wie sichere ich meinen Lebensunterhalt" werden Fragen zur Grundsicherung von Arbeitsuchenden, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit  und zur Sozialhilfe auf Grundlage des neuen Sozialrechts erörtert.

Die erste Auflage wird voraussichtlich 3.000 Exemplare umfassen. Ab Mitte Juni nimmt der Verein Vorbestellungen entgegen. Der Preis wird voraussichtlich 7 Euro zuzüglich 1,10 Euro Versand betragen.

Vorbestellungen sind über widerspruchev@web.de möglich.

Der Verein bittet zudem um Spenden, da der Leitfaden aus eigenen Mitteln finanziert werden muss:

Widerspruch e.V. – Sozialberatung,
Volksbank Bielefeld
- Kto. 728 286 400
- BLZ 480 600 36.

Spenden sind steuerabzugsfähig.



Viktor-Klemperer-Preis 2005 vergeben

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Der diesjährige Victor-Klemperer-Preis geht an 14 junge Soldatinnen und Soldaten der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen und an eine Arbeitsgruppe junger Schülerinnen und Schüler des Lycée Freppel im Elsass.

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Viktor Klemperer

 

Unter dem Motto "Kreativ für Toleranz" hatten sich mehr als 12.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem In- und Ausland an dem etablierten Wettbewerb beteiligt, der vom Bündnis, der Dresdner Bank und dem ZDF durchgeführt wird. Bundesinnenminister Otto Schily, Dresdner Bank-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Georgi und ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut haben am 13. Juni 2005 in Berlin die insgesamt zehn Preisträger ausgezeichnet.

Bundesinnenminister Otto Schily würdigte den Jugendwettbewerb als einen besonders vorbildlichen Beitrag demokratischen Engagements: "Die Preisträger belegen eindrucksvoll, dass die Mehrheit der Jugendlichen für die demokratischen Grundwerte einer offenen, humanen Gesellschaft eintritt

 

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Otto Schily

und dass Intoleranz, Fremdenhass, Rassismus, Antisemitismus und Unfreiheit gerade bei jungen Menschen keinen Platz haben." Die 14 jungen Soldatinnen und Soldaten der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen (Schleswig-Holstein) setzten sich in einer inhaltlich und gestalterisch anspruchvollen Dokumentation mit der Frage der Toleranz gegenüber unterschiedlichen Weltanschauungen und Lebensformen in der Bundeswehr auseinander.

Die zehnte Klasse des Lycée Freppel aus Obernai (Elsass) erinnerte in ihrer Arbeit an die "Weiße Rose", die Münchner Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime. Die Schülerinnen und Schüler schufen eine virtuelle Präsentation und organisierten eine Ausstellung im Rahmen einer Konferenz mit Zeitzeugen des französischen und deutschen Widerstands im Rathaus ihrer Stadt. "Es hat uns tief beeindruckt, dass 60 Jahre nach Kriegsende junge Franzosen im deutschen Widerstand gegen das NS-Regime ihre Vorbilder sehen", sagte Dresdner Bank-Vorstand Georgi.

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Den dritten Preis erhielten Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Volksschule Zeitlarn (Bayern). Sie dokumentierten in einem auch öffentlich aufgeführten Videofilm die beengten Verhältnisse und persönlichen Probleme von Asylbewerbern und widerlegten so

Vorurteile der einheimischen Bevölkerung, die "Ausländer" führten in einem alten Schloss ein "Luxusleben". ZDF-Programmdirektor Bellut nannte diese Arbeit ein "Beispiel für gelungenen, investigativen Journalismus". Die ersten drei Preisträger gewannen Studienreisen nach Prag, Berlin und Dresden. Sieben weitere Gruppen wurden mit Geldpreisen ausgezeichnet. Einzeldarstellungen der Projekte sind beigefügt.

Den dritten Preis erhielten Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse der Volksschule Zeitlarn (Bayern). Sie dokumentierten in einem auch öffentlich aufgeführten Videofilm die beengten Verhältnisse und persönlichen Probleme von

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Asylbewerbern und widerlegten so Vorurteile der einheimischen Bevölkerung, die "Ausländer" führten in einem alten Schloss ein "Luxusleben". ZDF-Programmdirektor Bellut nannte diese Arbeit ein "Beispiel für gelungenen, investigativen Journalismus".

Siehe auch: http://www.victor-klemperer-wettbewerb.de

Weitere Infos zu den Preisträgern finden sie auf der Internetseite des „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ (KLICK ...)



Zugewanderte nicht allein lassen

Start für fast 100 Projekte zur besseren Integration von bereits lange in NRW lebenden Migranten

Birgit Fischer (SPD) und noch NRW-Sozialministerin hat den Startschuss für fast 100 Projekte gegeben, mit deren Hilfe jene Zugewanderten gesellschaftlich besser integriert werden sollen, die bereits längere Zeit in Nordrhein-Westfalen leben. Die Projekte, die von der Freien Wohlfahrtspflege und Migrantenorganisationen entwickelt werden, sollen insbesondere das Zusammenleben in sozial belasteten Stadtteilen verbessern. Die Landesregierung fördert die Erprobung dieser neuen Ansätze in der so genannten nachholenden Integration mit zunächst 2,1 Millionen Euro.

„Schule, Arbeitsmarkt, Zusammenleben: Bei der Integration von Zugewanderten hat die Arbeit der Beteiligten vor Ort entscheidende Bedeutung“, sagte NRW-Sozialministerin Birgit Fischer anlässlich der Bewilligung erster Förderungen. „Zwar sind in den Städten und Gemeinden bereits erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um Zugewanderte bei ihrer sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration zu unterstützen.

 

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Birgit Fischer

In der Migrationssozialarbeit müssen Freie Wohlfahrtspflege und Migrantenorganisationen jedoch Strategien und Methoden entwickeln, die sich stärker an den Bedürfnissen der Zugewanderten vor Ort ausrichten.“

Die Landesregierung unterstützt zunächst 83 lokale Projekte (in 42 Städten und Kreisen) sowie neun regional übergreifende Vorhaben, in denen beispielsweise neue Ansätze zum Konfliktmanagement, zum ehrenamtlichen Engagement von Migrantinnen und Migranten und zum besseren Dialog zwischen den Religionen erprobt werden.

Das nordrhein-westfälische Sozialministerium hat das Programm, für das rund fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen, nach Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes aufgelegt.



Bleiberecht für Flüchtlinge gefordert

Minister Dr. Fritz Behrens: Humanitäre Probleme müssen gelöst werden

NRW - Innenminister Dr. Fritz Behrens hat ein Bleiberecht für Flüchtlinge gefordert, die seit vielen Jahren in Deutschland leben. „Wer in unserer Gesellschaft sozial und wirtschaftlich integriert ist, sollte eine sichere Lebensperspektive bekommen“, erklärte Behrens in Düsseldorf. „Die ersten Erfahrungen mit dem Zuwanderungsgesetz zeigen, dass mit dem neuen Recht nicht alle humanitären Probleme langjährig geduldeter Ausländer und Asylbewerber gelöst werden können. Wir brauchen deshalb eine Altfallregelung, um diesen Menschen und ihren oftmals hier geborenen Kindern zu helfen“, betonte der Innenminister.

Behrens will sich in der Innenministerkonferenz am 24. Juni 2005 in Stuttgart für eine bundesweite Verständigung über eine Bleiberechts- bzw. Härtefallregelung einsetzen. „Ich bin zuversichtlich, meine Amtskollegin und Amtskollegen von der Notwendigkeit einer Altfallregelung überzeugen zu können“, sagte Behrens. Nach seiner Vorstellung sollen Asylbewerber und geduldete Personen eine Chance auf einen gesicherten Aufenthalt im Bundesgebiet erhalten.

 

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NRW Innenminister
Dr. Fritz Behrens

Voraussetzung ist, dass sie seit vielen Jahren rechtstreu in Deutschland leben und den Lebensunterhalt ihrer Familie seit langem durch legale sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit sicherstellen.

Außerdem müssen sie sich erfolgreich um deutsche Sprachkenntnisse bemüht haben. „Deutschkenntnisse sind der Maßstab für die Integration ausländischer Flüchtlinge in unserer Gesellschaft“, betonte Behrens. Notwendig sei zudem, dass die Kinder der betroffenen Menschen hier die Schule besucht haben.



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Vorbildliche Integrationsarbeit

Auf der Fachtagung des „Beruflichen Qualifizierungsnetzwerkes zur Förderung der Chancengleichheit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (BQN OWL)“ wurden beispielhafte Projekte aus Ostwestfalen-Lippe vorgestellt.

Annähernd einhundert Personen waren am Mittwoch, den 20. April, in die Fachhochschule für Elektro- und Informationstechnik gekommen, um sich über Möglichkeiten der arbeitsmarktpolitischen Integration im Übergang von der Schule in den Beruf zu Informieren.

Bereits in seinem Grußwort hob der Beauftragte für Zuwanderung und Integration der Bezirksregierung Detmold, Jörg List, die Wichtigkeit des Austausches hervor, denn in Ostwestfalen-Lippe suchen annähernd 7000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, denen aber nur rund 3000 Ausbildungsplätze gegenüber stehen. Sein Fazit: „In diesem Konkurrenzkampf beim Übergang ins Berufsleben haben Jugendliche mit Migrationshintergrund oftmals das Nachsehen.“

 

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Jörg List
Beauftragte für Zuwanderung und Integration der Bezirksregierung Detmold

Diese Aussage aufgreifend beleuchtete Christiane Bainski, Leiterin der RAA Hauptstelle in Essen, anhand statistischer Erhebungen, warum besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger zu den Opfern der aktuellen Ausbildungsmiesere gehören. „Wir sind auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. Im Jahr 2020 werden nur noch 10 % in Berufen arbeiten, die keine oder nur eine geringe Ausbildung erfordern. Gleichzeitig kommen Jugendliche mit Migrationshintergrund häufig aus bildungsfernen Familien und haben keinen oder niedrige Schulabschlüsse. Die Bundesrepublik ist das Land, dass im Bezug auf die schulische Laufbahn der Jugendlichen die soziale Herkunft am wenigsten ausgleicht“.

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Christiane Bainski
Leiterin der RAA Hauptstelle Essen

 

Mit Blick auf die demographische Entwicklung, die den Anteil dieser Gruppe noch erhöhen wird, resümierte sie: „Das können wir uns nicht leisten.“ Im Bezug auf das Bildungssystem erläuterte Frau Bainski, dass es versäumt wurde, frühzeitig zu akzeptieren, ein Einwanderungsland zu sein und das deshalb auch keine, oder unzureichende Maßnahmen

ergriffen worden sind, um auf die sich ändernde demographische Entwicklung einzuwirken.

An Ländern wie Kanada oder Finnland zeigt sich aber, dass diese Entwicklung nicht zwangsläufig so sein muss. Insbesondere die Sprachförderung, das hat PISA gezeigt, wird in diesen Ländern viel stärker gefördert und die Mehrsprachigkeit als besondere Kompetenz gesehen. Eine ihrer zentralen Forderungen: „Interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit muss in die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer einfließen. Dies ist bisher nicht geschehen.“

Im zentralen Abschnitt der Fachtagung stellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vier Projekten vorbildliche Konzepte und konkrete Beispiele der arbeitsmarktpolitischen Integrationsarbeit aus der Region vor. Im Focus stand dabei, wenn auch nicht ausschließlich, die Förderung von Zugewanderten

 

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Plenum in der FH Bielefeld

und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf der Schwelle zwischen Schule und Beruf.

Als erste stellte Imke Rademacher den „Berufsparcours des Technikzentrums Minden-Lübbecke“ anhand des anstehenden „Girls Day 2005“ und eines filmischen Beitrag der „WDR – Lokalzeit“ vor und erläuterte, wie dieses niedrigschwellige Angebot Jugendliche auf ihnen bisher nicht oder wenig bekannte Ausbildungsberufe aufmerksam macht. In diesem Zusammenhang machte Frau Rademacher darauf aufmerksam, dass der diesjährige „Girls Day“ unter dem Motto „Zukunft in Vielfalt“ besonders Migrantinnen gezielt ansprechen soll.

Tülay Zengingül, Projektleiterin des Patinnennetzwerkes „Migrantinnen unterstützen Migrantinnen (MuM)“ hob besonders den bisher einmaligen Ansatz und Vorbildcharakter des Projektes hervor, indem die ausschließlich ehrenamtlichen Patinnen Schülerinnen mit Migrationshintergrund bei der Berufswahl und der Suche nach einen Ausbildungs- oder Studienplatz konkrete Hilfestellungen bietet.

Mit sehr plastischen und konkreten Beispielen erläuterte die Beratungslehrerin Ursula Heywinkel

 

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Tülay Zengingül
Projektleiterin des Patinnennetzwerkes „Migrantinnen unterstützen Migrantinnen (MuM)“

die engagierte Arbeit des Bielefelder Schulprojektes „SCHUPS (Schule und Praktikum für Sieker Schüler)“ und stellte die bisher erreichten Erfolge bei der Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durch die Kooperation mit lokalen Betrieben in den Mittelpunkt.

Olaf Simon vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises Herford präsentierte das pädagogische Konzept Assessmentanalyse als Instrument der stärkeorientierten Potenzialanalyse an Schulen im Kreis Herford. Ziel dieser Methode ist es, die Qualität der schulischen Arbeit zu verbessern.

In den anschließenden Arbeitsgruppen wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung durch die Möglichkeit geboten, durch gezielte Nachfragen die unterschiedlichen

 

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Diskussion in der Arbeitsgruppe zum Patinnennetzwerk MuM

Projekte näher kennenzulernen und deren Ausweitung oder Übertragbarkeit zu erörtern.

Die Ergebnisse aus den Diskussionen wurden im abschließenden Plenum dem interessierten Fachpublikum präsentiert.

Weiter Informationen siehe finden Sie auf der Internetseite von BQN OWL ( klick ... )

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