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Magazin Juni 2004

Nachrichtenarchiv Dezember 2004

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NRW Stiftung für Integration gegründet

Das Land NRW hat eine Stiftung für Integration eingerichtet. Die Schirmherrschaft hat Landtagspräsident Ulrich Schmidt (SPD) übernommen. Die Stiftung ist eine Initiative engagierter Bürger verschiedener Nationen und Religionen, sagte der SPD-Politiker bei der Vorstellung der neuen Stiftung in Düsseldorf.

NRW ist das Bundesland, das historisch und aktuell wie kein anderes von Zuwanderung geprägt ist und auch von Zuwanderung profitiert habe. Ziel der Stiftung ist es, innovative Integrationsideen ausfindig zu machen, gesellschaftliche Mitverantwortung zu wecken sowie in ethnischen und kulturellen Konflikten vermittelnd zu wirken und neue Projektpartner finden, so Schmidt weiter.

 

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Landtagspräsident Ulrich Schmidt

Foto: Landtag NRW

"Die Stiftung ist ein Echo der Zivilgesellschaft auf die Integrationsoffensive des nordrhein-westfälischen Landtags aus dem Jahr 2001", sagte der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Klaus Lefringhausen. Die Politik setze die Rahmenbedingungen, die von der Gesellschaft mit Leben zu füllen sind.

Kapital der Stiftung seien die Menschen, die zusammenarbeiten, erklärte Hans Georg Crone-Erdmann, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in NRW. Die Stiftung werde Essen-Patenschaften für Schüler in offenen Ganztagsschulen vermitteln, mit einem mobilen Beratungsdienst Migrantenunternehmer aufsuchen, mit Migrantenkindern, Eltern und deutschen Senioren einen Familiengarten in Essen angelegen, eine Unternehmerakademie für Migrantenunternehmer gründen und in Essen-Katernberg eine Integrationsschule ins Leben rufen, skizzierte der künftige Geschäftsführer einige Projekte.

Die "Stiftung für Integration in NRW" hat ihren Sitz in Düsseldorf. Zu den Kuratoriumsmitgliedern gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Migrantenselbstorganisationen, der Politik, der Glaubensgemeinschaften, der Wohlfahrtsverbände, der Gewerkschaften sowie der Industrie- und Handelskammern.



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Preis für freundlichste Ausländerbehörde Deutschlands

Aalen, Düren und Leipzig erhalten Auszeichnung

Der gemeinsam von der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehene Preis für Deutschlands freundlichste Ausländerbehörde geht in diesem Jahr an drei Städte. Ausgezeichnet werden das Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Aalen sowie die Ordnungsämter des Kreises Düren und der Stadt Leipzig. Neben den drei Preisträgern werden die Behörden in Augsburg, Braunschweig, Gelsenkirchen, Mannheim und Oldenburg für ihr hervorragendes Engagement gelobt. Daneben werden mit Erlangen und Kassel zwei Preisträgerstädte aus den Vorjahren für ihre nachhaltig hohe Qualität gelobt.

Der Preis für die freundlichste Ausländerbehörde zeichnet Ämter aus, die sich besonders aufgeschlossen, flexibel und hilfsbereit gegenüber ausländischen Wissenschaftlern und Studierenden verhalten haben.

Die mit jeweils 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr letztmalig vergeben. "Der Preis hat in drei Jahren ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie wichtig engagierte Ausländerbehörden nicht nur für den einzelnen Wissenschaftler sind, der zu uns kommt. Sie tragen auch zu einem positiven Deutschlandbild bei, das hilft, die besten internationalen Forscher und Studenten für Deutschland zu gewinnen", sagte Professor Wolfgang Frühwald, Präsident der Humboldt-Stiftung. Der Preis habe ein sehr produktives Klima des Wettbewerbs der Ausländerbehörden untereinander geschaffen und konkret geholfen, die Arbeitsbedingungen der ausgezeichneten Behörden zu verbessern, so der Präsident des Stifterverbandes Dr. Arend Oetker. "Diese Preisinitiative war ein Erfolg; sie flankiert die Initiativen für die Internationalisierung der deutschen Wissenschaft - an einem wichtigen Punkt!", bekräftigte Oetker das Engagement des Stifterverbandes auf diesem Feld.

Die feierliche Verleihung der Auszeichnung findet im Rahmen des Neujahrsempfangs der Humboldt-Stiftung am 26. Januar 2005 in Berlin statt.



Ratgeber vom DGB:
„111 Tipps zu Arbeitslosengeld II und Sozialgeld“

Der DGB hat einen neuen Ratgeber entwickelt, der in diesen Tagen im Buchhandel erscheinen wird. In der DGB-Reihe "111 Tipps zu Arbeitslosengeld II und Sozialgeld" werden alle relevanten Fragen praxisnah erläutert.

 

Der Ratgeber gibt Tipps und Hilfen, wie Bescheide überprüft werden können, wie Ansprüche richtig berechnet werden und was getan werden kann, um Fehler auszuräumen. Enthalten sind auch Tipps für Menschen, deren ALG-II-Antrag abgelehnt wird. Auch Niedrigverdiener können und sollten überprüfen, ob sie einen ergänzenden Anspruch auf ALG II haben. Denn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen bisher nicht, dass ihr Einkommen unterhalb der Bedarfsgrenze liegt. Vor allem bei kinderreichen Familien entsteht schnell ein Anspruch auf ein den Lohn ergänzendes ALG II.

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Stellvertretene DGB-Vorsitzende
Dr. Ursula Engelen-Kefer
Foto: DGB-Pressestelle

 

Zum bevorstehenden Start von Hartz IV zum 1. Januar 2005 erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer: „Die Konstruktionsfehler der Reform lassen befürchten, dass die Bundesagentur noch weniger als bisher dazu beitragen kann, Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern.


Die Leistungskürzungen werden termingerecht zum 1. Januar 2005 erfolgen. Die Verbesserung der Eingliederungschancen für Langzeitarbeitslose wird auf sich warten lassen. Die Leidtragenden sind die Arbeitslosen, denn die versprochene ,Hilfe aus einer Hand' bleibt bis auf weiteres Zukunftsmusik.“

Weitere Informationen zum ALG II bietet auch die Koordienierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen unter www.erwerbslos.de

Aktuelles

Böhmer legt 7. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor
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