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GASTKOMMENTAR:Herausforderung Europa: Chancen für OWLIntegration von Menschen mit Migrationshintergrund durch Ausbildung und Qualifizierung im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung
Andreas Wiebe, Es ist soweit, seit dem 1. Mai 2004 ist die Europäische Union von 15 Staaten um zehn weitere Staaten vergrößert worden und hat damit ein ganz neues Gesicht bekommen. Europas Zukunft gehört der Jugend und somit hat die schulische und berufliche Bildung erste Priorität! Die EU bietet jetzt Freiheiten und Mobilitätschancen, von denen frühere Generationen von Europäern nur träumen konnten. Die Zeiten, in denen die meisten Menschen zeitlebens in ihrer Stadt oder ihrem Dorf geblieben sind, gehören längst der Vergangenheit an. Heutzutage kann man genauso gut in ein anderes Land ziehen wie man sich in einer anderen Stadt niederlassen kann. Europa wird immer vielsprachig sein. Sprachenlernen öffnet Türen! Für den Einzelnen sind sie oft der Schlüssel zu beruflichem Aufstieg oder eröffnen die Möglichkeit, zu arbeiten und zu studieren. Der Förderung des Erlernens von Fremdsprachen und der Verbesserung des Sprachunterrichts kommen damit eine besondere Bedeutung zu. Eine Voraussetzung für regionales Wachstum ist die soziale Integration der Migranten. Der Migrantenanteil in OWL beträgt zur Zeit 16 Prozent und ist damit höher als in NRW oder im Bundesgebiet. Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass die Neubürgerinnen und Neubürger die Chance erhalten, in den Produktionsprozess eingegliedert zu werden und damit nicht auf Dauer von Sozialtransfers abhängig zu sein. Viele jugendliche Zuwanderer haben aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse Probleme. Um diese zu mildern, erhalten schon jetzt Kinder mit Sprachschwierigkeiten sechs Monate vor ihrer Einschulung eine Sprachförderung. Es kommt ganz wesentlich darauf an, den Jungen und Mädchen den Einstieg zu erleichtern und ihnen zu zeigen, dass Lernen sich lohnt. Diese Chance können auch Unternehmen nutzen, indem sie in die Ausbildung investieren. Im Gegenzug könnten sie sich mit mehrsprachigen Mitarbeitern neue Märkte erschließen. Leider wird diese Chance noch nicht im wünschenswerten Umfang genutzt, weil die Vorurteile noch zu groß sind. Insbesondere junge Frauen haben weniger Zugang zu einer Ausbildung. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich alle Beteiligten dazu ermuntern, diese jungen Menschen dauerhaft in eine berufliche Ausbildung oder in eine berufliche Nachqualifizierung einzubinden und sie damit beruflich zu integrieren. |
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