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Magazin Juni 2004

Netzwerk arbeitet mit Jugendlichen im Übergang zwischen Schule und Beruf

›zug‹ gegen Gewalt

 

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Seit Anfang des Jahres gibt es ›zug‹: Ein neues Netzwerk hat sich Zivilcourage und Gewaltprävention auf die Fahne geschrieben. Die Angebote konzentrieren sich dabei auf benachteiligte Jugendliche an den beiden ›zug‹-Standorten Bielefeld und Leipzig. Finanziert wird das Netzwerk vor allem aus dem Xenos-Programm der Bundesregierung.

Zahlreiche Workshops richten sich direkt an Jugendliche. Sie befinden sich in der außerbetrieblichen Ausbildung oder im Berufsgrundschuljahr. Die Jugendlichen bringen dabei eine schwierige Schul-Biographie mit und treffen auf einen Arbeitsmarkt, der zu wenig Ausbildungsplätze bereit hält.

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Lernen, wie Konflikte zu bearbeiten sind, ohne dass es zu Gewalt kommt, so lautet das Ziel der Workshops. Speziell ausgebildete Pädagogen vermitteln dazu in drei Tagen Grundwissen. Im zug-Workshop „Fairness statt Foulspiel“ nehmen 25 Schüler des Bielefelder Carl-Severing-Kollegs für Wirtschaft und Verwaltung teil. Sie reden über sich, vor allem über ihre Stärken; lernen, sich selbst einzuschätzen. Über Kommunikation zum Ich und zum Team, lautet das Motto. „Schlüsselqualifikationen sind wichtig“, erklärt Achim Klatt, der den Workshop durchführt. Dazu gehöre beispielsweise zu lernen, aktiv zuzuhören. In praktischen Übungen probieren die Schüler aus: Wie viele Stühle sind nötig, um die Gruppe zu tragen? Angefangen mit zehn Stühlen, sind es schließlich nur noch fünf, auf die alle Schüler klettern.

Viele der Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. In den ›zug‹-Seminaren geht es deshalb auch um den Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Milieus. »Meine Schüler haben zwar Defizite, aber auf der zwischenmenschlichen Ebene macht es Spaß, mit ihnen zu arbeiten«, findet der Kolleg-Lehrer Andreas Föste. Seine Erfahrung: Gibt es Spannungen, sind die nicht auf die verschiedene Herkunft der Schüler zurückzuführen. Häufigster Grund sei die Perspektivlosigkeit der Jugendlichen. „Da muss die Gesellschaft Verantwortung übernehmen“, sagt Föste. Denn nur fünf Prozent der Berufsgrundschüler des Berufskollegs finden anschließend einen Ausbildungsplatz.

Neben der Arbeit mit Jugendlichen bietet ›zug‹ noch weitere Bausteine: Ausbilder, Lehrer, Sozialarbeiter – all diejenigen, die mit Jugendlichen, die sich im Übergang von Schule in Beruf befinden – können sich weiterbilden lassen im Umgang mit Jugendlichen und deren Konflikten. Des weiteren bietet ›zug‹ eine Fortbildung zum Trainer in Zivilcourage und Gewaltprävention an.

Info:

›zug‹ bietet auch Schulen außerhalb des Netzwerks die Teilnahme an.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei der Projektkoordinatorin Dorothee Hildebrandt, Arbeit und Leben Bielefeld. fon: 0521- 51-2107 mail: dh@aulbi.de

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